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Google Disavow Tool Richtig Verwenden

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google-disavow-tool-richtig-verwendenTypische Fehler und wie es richtig geht

Das Google Disavow Tool existiert schon seit Ewigkeiten. Zwar wurde es am Anfang wenig von Webmasters genutzt, doch heute haben die meisten SEOs davon gehört oder es zumindest einmal verwendet.

Das Disavow Tool ist von vielen Mythen und Verschwörungstheorien umgeben: Das Tool funktioniert nicht, das Tool wirkt sich negativ auf die Rankings aus, Google verwendet das Tool zur Jagd nach SEOs. Wir haben Sie alle schon gehört.

In diesem Artikel möchten wir uns nicht mit der SEO-Verschwörung befassen, sondern vielmehr über die richtige Verwendung des Disavow Tools schreiben. Wieso? Weil es funktioniert!

Wir sehen jeden Tag typische Fehler von SEOs bei dessen Verwendung. Ein Disavow der falschen Links kann nämlich schreckliche Auswirkungen auf die Rankings haben.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie:

  • Wann und wie Sie das Google Disavow Tool nutzen
  • Wie Sie die perfekte Disavow Datei erstellen
  • Wie ein Disavow File Audit funktioniert
  • Extra Tipps zu Disavows

Viel Spaß beim Lesen,

Christoph C. Cemper

 

 

Die Einführung des Google Disavow Tools

Am 16. Oktober 2012 – wenige Monate nach Erscheinen des ersten Google Pinguins – präsentierte Matt Cutts von Google stolz das „Google Disavow Links Tool.“

Seine Einführung führte weltweit zu hitzigen Debatten unter SEOs und viele verzichteten gänzlich auf seine Nutzung, da von Google selbst behauptet wurde, die „Mehrheit der Seiten hätten ohnehin keine Verwendung dafür.“

Die Einführung des Google Disavow Tools sorgte also für kontroverse Reaktionen in der SEO-Welt.

Manche SEOs hatten große Angst vor der Verwendung des Tools, da Google davor warnte, dass bei falscher Verwendung großer Schaden an einer Website entstehen könne – was auch wahr ist. Die Wichtigkeit der richtigen Nutzung wird in diesem Artikel später behandelt.

Durch die gemeinsame Einführung des Disavow Tools und härteren Abstrafungen ist es Google gelungen, die Verantwortung auf Webmasters zu übertragen. Angesichts des wachsenden Trends von negativer SEO gibt es für alle Webmasters früher oder später keinen Weg mehr, das Disavow Tool zu umgehen.

Besonders in der Ära des Pinguin 4.0 ist der Bedarf nach regelmäßigen Disavows gestiegen, trotz der Gerüchte, Google hätte jetzt weniger Bedarf nach den Disavows der User. Wie bei allen Falschmeldungen verbreiten sich die Gerüchte schnell, während die Aufklärung langsam versandet, was den Gerüchten die Existenz ermöglicht. Auf gar keinen Fall ist das Disavow Tool nutzlos. Google kann nach wie vor keine spammigen Links automatisch finden, also liegt die Verantwortung bei IHNEN.

Wie zuvor bereits erwähnt, können Sie mit einem ungeschickten Disavow großen Schaden an Ihren Rankings anrichten. Sie müssen also mit größter Vorsicht an das Tool herangehen. Wir sind oft mit Fällen konfrontiert, in denen Webmasters „hier und da mal etwas disavowed haben“. Das ist sicherlich nicht der richtige Ansatz.

Es gibt eine Menge typischer Fehler, oft so banal wie das falsche Dateiformat, wodurch Google die Datei völlig ignorieren wird. Ihre gesamte Arbeit verfiele dadurch zu Staub. Um so etwas zu vermeiden, haben wir eine sichere Schritt-für-Schritt Anleitung für Sie erstellt.

Lesen Sie weiter und finden Sie heraus, wie Sie das Google Disavow Tool richtig verwenden.

Google Rankingfaktoren

Ihr Ranking bei Google hängt von vielen Faktoren ab, doch einer der größten Faktoren ist definitiv Ihr Backlinkprofil. Google ordnet seine Suchergebnisse anhand der Qualität und Relevanz der indexierten Websites. Diese Relevanz basiert auf der Popularität des Contents. Je mehr BesucherInnen Sie haben und je mehr Personen mit Links oder Shares auf Ihren Content verweisen, desto höher die Chance, dass Ihre Website für Google relevant ist. Dadurch steigt Ihre Website in den Rankings. Google formuliert das so:

“Grunsätzlich ist ein Link von einer Seite eine Stimme für die Qualität Ihrer Seite.”

 

Je mehr „gute Stimmen“ (also starke Backlinks) Ihre Seite bekommt, desto besser Ihr Ranking. Das funktioniert jedoch auch umgekehrt: schlechte Links auf Ihre Website können Ihr Ranking negativ beeinflussen. 2016 hat Googles Search Quality Senior Strategist Andrey Lipattsev erneut bestätigt, dass Links neben Content Rankingfaktor #1 sind.

“Das kann ich Ihnen sagen. Es ist Content und Links auf Ihre Seite.”

 

Wenn Sie Links von schlechten Seiten mit schwachem Content haben, könnte Google Ihre Website mit diesen Seiten assoziieren und somit auch als Spam markieren. Deshalb müssen Sie Ihre Backlinks analysieren und die unerwünschten Links loswerden, durch Entfernen oder eben Disavow.

 

Wann und wie sollte ich das Google Disavow Tool nutzen?

Manche behaupten, das Google Disavow Tool sollte nur verwendet werden, wenn Sie nach einer manuellen Abstrafung einen Reconsideration Request einreichen.

Das kann aber nicht stimmen. Wir haben tausende Beweise dafür, dass ein Disavow riskanter Links eine Erholung von einer algorithmischen Abstrafung mit sich bringen kann – wo die Option eines Reconsideration Requests nicht einmal besteht. Wir sind deshalb überzeugt, dass man das Disavow Tool in beiden Fällen verwenden kann.

Bedenken Sie auch, dass „Vorbeugen ist besser als Nachtrauern“ hier zutrifft. Wenn Sie die Pinguin Abstrafung gar nicht erst riskieren möchten, sollten Sie proaktiv die riskanten Links abbauen. So können Sie mit Ihrem Geschäft ungestört fortfahren, ohne sich um fallende Rankings sorgen zu müssen.

Eine häufig gestellte Frage ist auch, ob man das Google Disavow Tool sofort verwenden sollte, oder zuerst die Webmasters kontaktieren.

Google hat offiziell bestätigt, dass Sie das Disavow Tool erst verwenden sollten, nachdem Sie die Kontaktaufnahme zu den Webmasters wenigstens versucht haben.

 

 

1. Disavowen Sie die richtigen Links

Der einzige Weg, Ihr Backlinkprofil wirklich zu verstehen, ist eine fundierte Analyse Ihrer Backlinks. Vergleichen Sie es mit einer medizinischen Untersuchung. Ohne eine gründliche Untersuchung bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt wissen Sie auch nicht, wie es um Ihre Gesundheit steht. Dasselbe gilt für Ihr Backlinkprofil.

Als ersten Schritt sollten Sie so viele Ihrer Backlinks wie möglich sammeln. Sie können ein paar Ihrer Backlinks in der Google Search Console sehen, sollten aber definitiv mehr Links sehen als jene, die Ihnen von Google gezeigt werden. Deshalb benötigen Sie professionelle OffPage SEO-Tools. Link Detox aggregiert Daten aus 24 verschiedenen Quellen für Linkdaten. Zusätzlich können Sie Ihre eigene Liste an Backlinks hochladen, wenn verfügbar. Indem Sie Ihren Link Detox Account mit der Google Search Console verbinden, fügen Sie Ihren Berichten eine weitere Datenquelle hinzu.

LinkResearchTools nutzt 24 verschiedene Linkdatenquellen

Der Link Audit ist der wohl schwierigste Teil des Disavow-Prozesses. Er nimmt auch am meisten Zeit in Anspruch, da Sie Ihre Links bis ins kleinste Detail untersuchen müssen. Der Link Detox Screener wird Ihre manuelle Untersuchung erheblich beschleunigen. Sie können Seite für Seite innerhalb des Toolkits browsen und wichtige Aktionen währenddessen ausführen. Sehen Sie hier ein kurzes englisches Video und sehen Sie, wie der Screener Ihre Untersuchung beschleunigt.

link-detox-screener-de

Vor der manuellen Untersuchung sollten Sie jedoch Ihre Backlinks anhand von relevanten Kennzahlen sortieren. Wenn Sie Ihre Backlinks vorher gruppieren, bekommen Sie einen besseren Überblick und können so effizienter arbeiten.

Sie könnten zum Beispiel zuerst alle Backlinks von Seiten mit hohem DTOXRISK, niedrigem Power*Trust und negativem Linkwachstum untersuchen. Wenn all diese Kennzahlen niedrig ausfallen stehen die Chancen gut, dass es sich um einen sehr schlechten Link handelt. Natürlich können Sie auch so filtern, dass Sie nur die Backlinks sehen, die für Sie am besten sind.

Die Klassifizierung von Backlinks ist ein komplexer Prozess, der den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Wir bieten allerdings eine komplette Schritt-für-Schritt Anleitung und eine Zusammenfassung der besten Taktiken an.

2. Erstellen Sie Ihre Disavow Datei

Wenn Sie die Überprüfung Ihrer Backlinks abgeschlossen und die unerwünschten Backlinks identifiziert haben, können Sie mit dem Prozess des Disavows beginnen.

2.1 Benötigtes Format

Sehen wir uns zuerst das von Google geforderte Format an.

  • Das Dateiformat ist .csv
    Wir sehen oft, (besonders bei Mac Usern) dass Probleme beim Hochladen aufgrund des falschen Dateiformats entstehen. Verwenden Sie keine .docx, .xlsx, .rtf oder ähnliche Formate. Google wird diese Dateien nicht akzeptieren. Außerdem können manche Text Editor Programme die Disavow Datei nicht richtig darstellen. Notepad hat zum Beispiel manchmal Probleme beim Öffnen. Sie sollten statt dessen andere Programme wie Wordpad oder Sublime verwenden.
  • Die Datei muss in UTF-8 oder 7-bit ASCII kodiert sein.
  • Die Dateigröße darf 2 MB nicht überschreiten.
  • Führen Sie nur eine URL oder Domain pro Zeile an.
  • Sie können eine spezielle URL oder eine gesamte Domain disavowen. Wenn Sie eine Menge unerwünschter Backlinks von sehr spammigen Seiten haben, sollten Sie zum Beispiel die gesamte Domain disavowen. Matt Cutts bestätigt diesen Fehler, wo „mit einem Skalpell einzelne Links herausgeschnitten werden“ während „statt des Skalpells doch lieber eine Machete zu wählen wäre“ (~min. 01:00). Wenn Sie auf Domainebene disavowen möchten, schreiben Sie einfach „domain:“ vor den Domainnamen: domain:beispiel.com
  • Es wird empfohlen, Subdomains separat zu disavowen
  • Zu guter Letzt: Stellen Sie sicher, dass die von Ihnen erstellte Liste vollständig ist. Sie sollten keinen Link übersehen haben, bevor Sie die vollständige Liste hochladen.

Vergewissern Sie sich, dass Sie das richtige Dateiformat hochladen, da Google die Datei sonst nicht berücksichtigt.

Vermeiden Sie mögliche Fehler und fokussieren Sie sich auf wichtigere Dinge als das Dateiformat. Verwenden Sie professionelle Tools, die die Disavow Datei automatisch für Sie erstellen.

Mit nur einem Mausklick exportiert Link Detox jeden Link, den Sie im Link Audit mit „Disavow“ markiert haben, im richtigen Dateiformat für Sie.

export-disavow-de

2.2 Beispiel einer Disavow Datei

So würde eine Disavow Datei zum Beispiel aussehen. Linien mit „#“ am Anfang markieren einen Kommentar. Zu den Kommentaren in der Disavow Datei kommen wir später.

example-disavow

2.3 Benennung der Datei

Google macht bezüglich des Dateinamens keine Vorschriften. Wir empfehlen jedoch in Ihrem eigenen Interesse, der Datei einen sinnvollen Namen zu geben. Das ist deshalb wichtig, weil Sie so den Überblick über Ihre Historie behalten, falls Sie frühere Versionen bearbeiten wollen. Link Detox erstellt automatisch eine Datei mit einem bedeutungsvollen Namen für Sie: projekt-dtox-domain-datum.csv

3. Upload Ihrer Disavow Datei

Wenn Ihre Disavow Datei fertig ist, ist der nächste Schritt der Upload im Google Disavow Tool.

Wenn Sie Link Detox für das Erstellen Ihrer Disavow Datei verwenden, werden Sie automatisch aus dem Toolkit zur richtigen Login-Seite weitergeleitet, indem Sie einfach auf „Google Disavow Links“ klicken.

disavow-de

Wenn Sie kein Link Detox verwenden, loggen Sie sich in der Google Search Console ein oder gelangen Sie mit diesem Link zum Disavow Tool: https://www.google.com/webmasters/tools/disavow-links-main

Beachten Sie, dass an dieser Stelle eine Flut an Warnungen von Google auf Sie zukommt. Sie sollten sich davon jedoch nicht irritieren lassen. Wenn Sie eine gründliche Linkprüfung durchgeführt haben, müssen Sie sich vor nichts mehr fürchten.

  1. Wählen Sie die Domain, für die Sie die Datei hochladen möchten.
    search-console-disavow-examplecom
  2. Klicken Sie auf „LINKS ENTWERTEN“.
  3. Bestätigen Sie die Warnung, dass das Disavow Tool bei falscher Verwendung erheblichen Schaden anrichten kann (Screenshot). Zur Bestätigung klicken Sie erneut auf „Disavow Links“.
    search-console-disavow-advancedfeature
  4. Wenn Sie auch diese Hürde überwunden haben, bestätigt das Tool sofort Ihren Upload. Sie sollten eine ähnliche Warnung wie in diesem Screenshot erhalten, die den Upload bestätigt und das Ergebnis anzeigt.
    search-console-disavow-file-downloadBeachten Sie, dass das Ergebnis genau den Namen der hochgeladenen Datei angibt. Deshalb gibt Link Detox Ihrer Disavow Datei automatisch einen bedeutungsvollen Namen.

Wenn Sie diesen Schritt beendet haben, ist die Disavow Datei erfolgreich hochgeladen.

 

  1. Klicken Sie auf „Download“ um die aktuelle Google Disavow Datei erneut herunterzuladen.
  2. Wählen Sie „CSV“ als Format und laden Sie sie herunter
  3. Sie erhalten eine Datei mit einem ANDEREN Namen als jenem, der Ihnen angezeigt wurde. Er enthält den Namen der Domain und ein paar Zahlen. Wir empfehlen, der Datei erneut den alten Namen zu geben. So behalten Sie stets den Überblick über Ihre Projekte.
  4. Laden Sie die Disavow Datei in Link Detox hoch (zusammen mit anderen Linkdaten)

Ihre entwerteten Links werden jetzt in zukünftigen Reports angezeigt.

 

4. Boosten Sie Ihre Disavow Datei

Es ist ein sehr gängiger Irrglaube, dass Google nach Upload der Disavow Datei sofort mit dem Crawling Ihrer Links beginnt. Disavow ist eine bloße Empfehlung an Google, die Links beim nächsten Crawling nicht zu berücksichtigen. Googles Zeitplan beim Crawling basiert auf deren eigenen Prioritäten und sie werden daran nicht bei jedem Upload einer Datei etwas ändern.

Außerdem dauert es ungefähr 48 Stunden, bis alle Google Bots die Disavow Datei zur Kenntnis genommen haben. Nach diesen 48 Stunden kann es noch immer Wochen oder gar Monate dauern, bis Google diese Links erneut crawled und der Disavow Wirkung zeigt.

Möchten Sie wirklich so lange warten?

Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass manche das tun. Sie können sich nicht vorstellen, wie oft wir von anderen SEOs hören, Sie hätten vor einer Woche die Disavow Datei hochgeladen und nichts habe sich verändert. Das ist nur einer von vielen typischen Fehlern im Link Audit. Lassen Sie uns hier ein Beispiel anführen: ein bekannter SEO wurde Opfer einer negativen SEO-Attacke für seine Sonnenbrillen-Website. Nach zwei Monaten relativ konstanten Spammings haben sich etwa hundert Links von automatisierten Scraper- und Spamseiten gesammelt, also fügte er diese seiner Disavow Datei hinzu – so weit, so gut. Eine Woche darauf begannen seine Rankings, zu fallen. Er reagierte sofort mit einem verschwörerischen Post auf seiner Website und behauptete, das Tool sei schuld, die Links wären gar nicht schlecht gewesen und er hätte sie behalten sollen.

Eine logischere Erklärung für diesen Absturz wäre allerdings:

  1. Die Disavow Datei wurde noch gar nicht berücksichtigt
  2. Der Absturz ist aufgrund der Spam-Links entstanden, die seit zwei Monaten da sind
  3. Der Absturz könnte das erste Anzeichen einer Pinguin Abstrafung sein

Sie müssen sich vor Augen führen, dass jeden Tag tausenden von Spam-Links von automatisierten Seiten generiert werden, die von Leuten in der Disavow Datei hochgeladen werden. Ihre hundert Links aus der Disavow Datei kümmern Google recht wenig, da Sie nur einen Bruchteil der riesigen Masse an entwerteten Links darstellen, die Google täglich bekommt. Deshalb müssen Sie nach einer ausgeklügelten Methode suchen, mit der Ihre entwerteten Links schneller gecrawled werden.

Eine Methode dafür ist die Verwendung des Link Detox Boost. Normalerweise dauert es Wochen bis Monate, bis Google die neue Disavow Datei zur Kenntnis nimmt. Jeder Tag einer Abstrafung kostet Sie jedoch Geld, also empfehlen wir, dass Sie keine Zeit verschwenden. Mit Boost wird Google Ihre Disavow Datei wirklich berücksichtigen. Damit wird die Erholung spürbar beschleunigt. Wir haben zu diesem Thema schon fantastische Erfolgsgeschichten gehört.

Sie können den Boost direkt aus dem Link Detox Bericht starten. Die Verwendung des Tools ist einfach und kostet Sie nur eine Minute. Lesen Sie hier, wie Sie in 4 Schritten einen Boost starten.

Nach dem Boost sehen Sie eine Tabelle mit dem Datum des letzten Crawlings von jedem Backlink.

boost-crawl-date

Sobald alle Links aus der Disavow Datei gecrawled wurden, können Sie im Falle einer manuellen Maßnahme einen Reconsideration Request einreichen.
Wenn Sie das zu früh tun sollten, wird Google nicht sehen, dass Ihre Links entwertet wurden und der Request wird höchstwahrscheinlich abgelehnt.

 

5. Prüfen Sie stets Ihre Disavow Datei

Sie müssen Ihre Disavow Datei regelmäßig neu prüfen, denn das Internet verändert sich jeden Tag und Sie haben vielleicht sogar ein paar richtig gute Links darin. Eine Website, die vor einem Jahr verdächtig aussah oder gar keine externen Links hatte könnte heute jemand anderem gehören oder wurde bereinigt. Wenn Sie diese Domain in Ihrer Disavow Datei haben, möchten Sie diesen Link vielleicht zurückhaben.

Hier sind ein paar Beispiele, wie ein schlechter Link plötzlich gut werden kann.

undisavow-infographic-de

Link Detox (DTOX) bietet die Möglichkeit eines Disavow File Audits. Öffnen Sie einfach einen neuen Report, geben Ihre Domain ein, wählen „Disavow File Audit“ und laden Ihre Disavow Datei hoch. Vielleicht finden Sie darin ja ein paar tolle Links! Entfernen Sie sie aus der Disavow Datei und holen Sie sich den guten Link Juice zurück.

Bedenken Sie auch, dass wir in der Ära des Echtzeit Pinguins leben. Erinnern Sie sich an das zuvor genannte Sonnenbrillen-Beispiel? Das ist etwa ein Jahr vor dem Pinguin 4.0 Update passiert und dennoch sind die Rankings innerhalb einer Woche gefallen. Stellen Sie sich nur vor, was passiert wäre, wenn sie in Echtzeit gewertet worden wären!

Das unterstreicht nur noch mehr die Bedeutung von Linkrisikomanagement und die Wichtigkeit von proaktivem Disavow. Google crawled das Internet täglich. Vielleicht nicht all Ihre Links auf einmal. Doch Sie wollen noch immer nicht, dass Google Ihre schlechten Links sieht, bevor sie in Ihrer Disavow Datei landen. Sie sollten Ihre Disavow Datei zumindest wöchentlich aktualisieren. Wenn Sie ein besonders großes Backlinkprofil haben und täglich neue Links bekommen, sollten Sie auch täglich disavowen.

Doch wie finden Sie das heraus?

Wir bieten ein tolles Tool namens Link Alerts (LA) an, das Sie regelmäßig über Ihre neuen Links benachrichtigt. Wir empfehlen, diese Benachrichtigungen in Ihre wöchentliche Routine einbetten und alle neuen Links auf ihr Risiko prüfen – und die schlechten disavowen. Wenn Ihre Seite Opfer einer negativen SEO-Attacke wird, verhalten Sie sich bitte nicht wie im oben angeführten Beispiel und warten zwei Monate mit dem Update. Tun Sie es sofort und sparen Sie sich den Ärger von fallenden Rankings und nächtelangen Sorgen über die Zukunft Ihres Unternehmens.

6 weitere Geheimnisse über Disavows

  1. Kommentare in der Disavow Datei werden von niemandem gelesen, da die Datei nie von einer realen Person aus dem Google Spam Team geprüft wird. In diesem Google Hangout hat John Mueller bestätigt, dass diese Dateien „völlig automatisch verarbeitet werden“. Dennoch fügen manche Webmasters gerne Kommentare ein. Sie könnten zum Beispiel Kommentare verwenden, wenn Sie nicht als einzige/r an der Datei arbeiten und Hinweise für Ihre KollegInnen hinterlassen möchten. Deshalb beinhaltet Link Detox eine Kommentarfunktion innerhalb des Toolkits. Wenn Sie Kommentare manuell hinzufügen möchten, beginnen Sie die Zeile immer mit einer #.
  2. Nur eine einzige Datei wird von Google akzeptiert! Beim Upload einer neuen Datei werden alle alten Updates überschrieben. Wenn Sie Ihrer Disavow Datei nur Links hinzufügen möchten, stellen Sie sicher, dass Sie nicht aus Versehen eine vorherige Version überschreiben. Wenn Sie Disavow Listen manuell erstellen, sollten Sie die Historie durch sinnvolle Namensgebung im Auge behalten.
    Wenn Sie vergessen, einen ehemals entwerteten Link der aktuellen Version Ihrer Disavow Datei hinzuzufügen, wird Google den Link erneut bewerten, was eine Abstrafung nach sich ziehen könnte.
    Link Detox erhält automatisch Ihre Disavow Listen für Sie. Es kombiniert alle vorherigen Versionen zu einer. So können Sie sichergehen, dass Sie immer mit der aktuellsten Version arbeiten.
  3. Disavow bedeutet nicht Entfernen. Wenn Sie einen Link entwerten, ist der Link noch immer da. Es bedeutet nur, dass Google „bestimmte Links beim Bewerten Ihrer Seite nicht beachten soll“.
  4. Disavow Datei ist nicht verbindlich. Bedenken Sie, dass Google die Disavow Datei nur als Empfehlung betrachtet, manche Links nicht zu berücksichtigen, jedoch nicht als Anweisung. Das bedeutet nicht, dass Google diese Links ignorieren MUSS. Wenn Googles Einschätzung von Ihrer abweicht, könnten die Links noch gewertet werden. Deshalb ist das Entfernen noch immer die sicherste Option. Was weg ist, ist weg.
  5. Disavowed Links bleiben sichtbar – selbst in Ihrer Google Search Console. Erschrecken Sie nicht, wenn Sie sie dort sehen. Sie tauchen dort erst dann nicht mehr auf, wenn der Link entfernt wurde. Link Detox funktioniert genauso. Sie sehen die entwerteten Links in Ihrem Bericht, doch wir markieren sie für Sie in blau mit einem DTOXRISK von 0.
    disavowed-links-link-detox
  6. NoFollow Links im Disavow: Google betrachtet Links im Disavow wie eine Art NoFollow Links. Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass NoFollow Links nicht disavowed werden müssen. Die Meinungen gehen hier stark auseinander. Unter gewissen Umständen können NoFollow Links sogar die Rankings beeinflussen. Ein riskanter Link ist und bleibt riskant, ob NoFollow oder nicht.

Fazit

Heutzutage führt wohl kaum ein Weg am Upload einer Disavow Datei vorbei. Egal, ob Sie schlechte Backlinks aus der Vergangenheit haben oder neue Links durch negative SEO bekommen haben: wenn Sie die bösen Links nicht entfernen können, sollten Sie sie entwerten, BEVOR Google sie entdeckt.

Doch wir sehen viele Fehler:

Viele SEOs geraten in Panik und entwerten so viele Links wie möglich, um den DTOXRISK möglichst schnell zu senken. Wir haben schon Fälle gesehen, in denen alle Links mit mittlerem DTOXRISK wie verrückt disavowed wurden – ohne manuelle Prüfung.

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, lassen Sie uns Ihnen einen Tipp geben: Das Entwerten der falschen Links kann und wird Ihren Rankings ebenso schaden. Gutes Ranking benötigt gute Backlinks. Wenn Sie sorglos alle Links mit mittlerem DTOXRISK entwerten, wird Ihr Backlinkprofil zum Beispiel auch nicht mehr natürlich aussehen. Das wäre auch ein Grund für eine Abstrafung.

Ihre Backlinks gründlich und individuell zu untersuchen ist ein essentieller Schritt vor Upload des Disavows. Zum Glück gibt es da draußen Tools, die die Arbeit erleichtern. Wir empfehlen außerdem niemandem, Wochen oder gar Monate zu warten, bis Google die Disavow Datei endlich berücksichtigt. Dafür gibt es bessere Mittel. Nutzen Sie sie!

 

Wann haben SIE das letzte Mal Ihre Disavow Datei aktualisiert?

Haben Sie Ihre aktuelle Disavow Datei jemals überprüft?

Christoph C. Cemper
Christoph C. Cemper ist der Geschäftsführer und Gründer der LinkResearchTools und Link Detox. Er ist ein bekannter und ausgezeichneter Experte in SEO, der 2003 mit Linkbuilding für seine Kunden begann, 2006 die LinkResearchTools entwickelte und diese seit 2009 als SaaS-Produkt vermarktet. Als das berühmte Google Pinguin Update dann 2012 die Regeln im SEO wieder veränderte, wurde Link Detox als Software zum Finden von schlechten Links und Ursachen für Google Abstrafungen veröffentlicht. Christoph hat bereits 2011 erstmals den Prozess des „Linkrisikomanagements“ vorgestellt. Im Jahr 2015 hat Christoph mit Impactana eine neue „Content Marketing Intelligence“ eingeführt, die als SaaS-Produkt den Erfolg von Content weit über den „social buzz“ hinaus misst und Content, Videos und Menschen findet, die Impact bewirken.
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