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OMX SEOkomm 2015 Recap – Links bleiben sehr wichtig

OMX SEOkomm 2015 Recap – Links bleiben sehr wichtig-01Google bestätigt: Links sind sehr wichtig und werden weiterhin verwendet.

 

Als Ex-Gründer der SEOkomm und OMX möchte ich, Christoph C. Cemper mich dieses Jahr den vielen Recaps zur SEOkomm und OMX 2015 anschließen.

Hier dazu mal das Inhaltsverzeichnis zur Navigation, da dieser Post doch recht lang gewordenen ist.

 

Noch ein Recap? Ein Ex-Co-Founder Recap vom Cemper!

LRT SuperheroMotiviert durch sehr viele Gespräche und Fragen zur Konferenz und dem fast komplett fehlenden Bereich Offpage fasse ich hier wichtige Erkenntnisse der OMX und SEOkomm 2015 zusammen. Aber nur für einige Themen und Sessions, die mir besonders wichtig sind. Ich ergänze aber auch mit weiterführende Ideen und Meinungen.

Wer eine möglichst ausführliche Zusammenfassung jeder Session mit möglichst vielen einzelne Details sucht, der findet diese durch Kombination mit vielen anderen tollen Recaps, die ich unten in der Recap-Liste gesammelt habe.

Wer schon ins nächste Jahr denken will, der liest am besten weiter.

Außerdem bringe ich – natürlich – auch meine Vorschläge zur Verbesserung der Konferenz ein.

Weil solange besser möglich ist, ist gut nicht gut genug.

Obwohl – die SEOkomm Gala war schon der Hammer. Da geht nix mehr glaub ich. WOW.

Die geniale Abschlussgala der SEOkomm fand im Schloss Klessheim statt.

 

Persönlich - ein bisserl persönlicher als sonst.

Weil ich als Co-Founder eine besondere Position in der SEOkomm und OMX hatte, und durch den Ausstieg vor zwei Jahren jetzt wieder habe, wird der Recap ein bisserl persönlicher als sonst – holt Euch schon mal nen Kaffee.

Für die Einsteiger in der Branche, und weil ich nie darüber gebloggt habe (Oliver aber schon), ein kurzer historischer Rückblick – ich bin Mitbegründer der SEOkomm und OMX. Ex-Co-Founder und bin Ende 2013 ausgestiegen – mehr dazu unten. Aber Oliver und sein Team schafften zum zweiten Mal in Folge auch ohne mich eine geniale Konferenz.

Jawohl! Und ich bin sehr stolz wie sich die gemeinsamen Konferenzprodukte jetzt weiterentwickelt haben.

SEOkomm - Wie 2010 alles begann

Ich habe mich 2010 von Oliver Hauser erfolgreich überreden lassen, eine – also DIE -­ Konferenz für Suchmaschinenoptimierung in Österreich zu organisieren – der Name war Programm - SEOkomm.

Damals 2008-2010 war ich ca. alle 2 Wochen auf einer anderen Konferenz als Speaker quer über den Globus. Mein Eindruck war zuerst, dass es nicht „noch eine“ Konferenz brauchte, die mehr oder weniger halbherzig mit kommerziellem Hintergrund betrieben wird. Auch war ich seit Jahren richtig enttäuscht von anderen Konferenzveranstaltern. Es gab auf ONLINE Konferenzen nie funktionierendes WLAN, manchmal nur mickrige Sandwiches zu Mittag bei 2000 EUR Ticketpreis für eineinhalb Tage und eine teilweise unerträgliche Präpotenz gegenüber den Speakern. Dabei sind die Speaker das „Gold der Veranstalter“, der Content.

Oliver hat mich überzeugt, dass die SEOkomm mit Herzblut etabliert werden würde. Die Behebung obiger Missstände waren meine Mindestanforderungen an Oliver für eine „eigene Konferenz“. Oh wow – und das mit dem WLAN war gar nicht trivial. Zum Glück haben nach einigen Besserwisser-Firmen die WifiRockstars geschafft, was als unschaffbar galt. Das geile Essen haben wir aber zum Beispiel sehr schnell hingebra­cht. Angemessenes Hofieren der Vortragenden durch Unterbringung in dem sehr hochwertigen Hotel Gmachl wie auch Speaker-Shuttles gehört aber seit Anbeginn zum Standard.

Heute freu ich mich, dass genau diese Highlights von fast jedem Speaker oder Besucher im Gespräch noch immer stark betont werden.

Weltbewegend: Gehobener Standard der Online-Konferenzen

Ich hab mich schon vor Jahren darüber gefreut, dass wir für „Indie“ (Independent) Konferenzen im Onlinemarketing wie z.B. dem SEOday von Fabian Rossbacher (mit dem ich auch heuer wieder viel Spaß auf der SEOkomm hatte) und OMCap von Andre Alpar Standards setzen und die Messlatte höher schrauben konnten. Auch das Schulungsprogramm der SEO Academy ist ja ein Vorzeigebeispiel.

Das hat natürlich dann auch wieder die „Großen“ wie SMX zum Nachdenken und Nachbessern gebracht, bzw. bringen müssen, auch wenn man bei SMX da z.B. bis heute sein Hotel als Speaker selbst zahlen muss und oft im Programm nur einen sehr kurzen Slot von 15-20 Minuten bekommt.

Die einzige (Un-)Konferenz wo sich wirklich jeder alles, sogar das Ticket freiwillig selbst bezahlt, ist und bleibt die SEO-Campixx vom Seonauten Marco Janck, wo ich auch heuer und nächstes Jahr wieder aus familiären Gründen nicht kommen konnte, obwohl ich das sehr gerne würde. Marco weiß das schon, jetzt wissen es ein paar mehr von Euch.

Ich war heuer das erste Mal ohne Verpflichtung als Speaker oder Schulungsvortragender auf OMX und SEOkomm (die nächste LRT+Impactana Associate Schulung findet übrigens im Februar statt). Ich war heuer das zweite Jahr außerhalb der Organisation meiner Konferenzbabys SEOkomm und OMX und Ex-Firma NextExperts dabei. Und das war sehr, sehr spannend.

Viele Gespräche mit Freunden, Partnern, Kunden, Speakern, Besuchern und Marktbegleitern haben mich motiviert, mal einen richtig fetten Recap zu schreiben.

Es gibt auch EINIGE Gerüchte oder Missverständnisse aufzuklären, also bitte gespannt weiterlesen.

Interna: Haben Oliver Hauser und Christoph C. Cemper gestritten?

Natürlich nicht!

Christoph C. Cemper und Oliver Hauser auf der SEOkomm

Ich habe ja vor zwei Jahren meine Hälfte an NextExperts an Oliver und damit das Schicksal der SEOkomm und OMX in seine Hände gegeben, bin ausgestiegen.

Erstaunlicherweise wurde ich, und auch Oliver, auch im zweiten Jahr danach, noch mit Fragen folgender Art konfrontiert

  • Wie geht es Dir denn, bist Du traurig über den Ausstieg?
  • Haben Oliver und Christoph gestritten?
  • Warum hast Du die SEOkomm und OMX aufgegeben?
  • Und ähnliche Vermutungen über negative Ausstiegsgründe

Damit möchte ich jetzt mal richtig aufräumen, weil ich das vor zwei Jahren nicht so verschriftlicht habe. Beim Recherchieren hab ich allerdings Olivers Post dazu gefunden – seht meinen also als Ergänzung.

Ich bin vor zwei Jahren aus freier Entscheidung und im vollen Einvernehmen mit Oliver von langer Hand geplant ausgestiegen.

Mit einer wachsenden Familie über die ich sehr glücklich bin, einer wachsenden Firma LinkResearchTools und nun auch Impactana und einer immer mehr wachsenden Konferenz SEOkomm und jungem Geschwisterchen OMX war ich Ende 2013 einfach mehr als ausgelastet.

Ich hatte im Setup mit Oliver auch ausgemacht, dass er die „Logistik“ und ich den Programmverantwortlichen mache, im Alleingang. Und das hatte jedes Jahr bedeutet, dass aus ca. 200 Bewerbungen dann insgesamt 170 ausscheiden mussten. Und das waren 170 Freunde, Partner, Kunden, Kollegen und auch Konkurrenten aus dem Agentur bzw. Toolmarkt. Auch habe ich die Agenda immer sehr kurzfristig noch optimiert und aktualisiert. Der rote Faden in der Agenda war mir extrem wichtig. Deswegen gab es ein paar Wochen vorher dann nochmal sehr viele Mails und Gespräche über den „Last Minute Slot“.

Das war alles super-spannend, aber auch super-anstrengend.

Denn solange besser möglich ist, ist gut nicht gut genug. Und das war einfach viel zu viel Arbeit für mich alleine jedes Jahr.

Ich freue mich, dass Oliver nach meinem Ausstieg mit dem Expertenrat ein besser ausgeglichenes Team etablieren konnte, dass diese enorme Verantwortung nun auch im zweiten Jahr getragen hat.

Ich finde das Team des SEOkomm Fachbeirats mit den folgenden schon ziemlich prominent bestückt:

Auch der Fachbeirat der OMX war gut gewählt.

  • Johannes Weinzierl von Hartlauer
  • Karl Kratz
  • Anita Dietl von Atomic Austria GmbH
  • Gerhard Resinger von Fressnapf Handels GmbH
  • Michael Felis von Sixt
  • Peter Greisberger von gesagt.getan
  • Thomas Wusatiuk von get on top
  • (Anmerkung: ich konnte leider nicht alle Twitter-Accounts hier finden – bitte um Info)

Aber zu den Vorträgen, den Agenden und meinen Vorschlägen dafür noch später mehr.

Marcus Tandler: 404 Keynote not found

Marcus Tandler hat, wie jedes Jahr, eine absolut perfekt vorbereitete und choreographierte Präsentation im „SlideStorm“ Stil gebracht. Auf 423 Folien hat Marcus dem vollen Saal in der Brandbox viele neue Technologien und Inspirationen vorgestellt, natürlich sehr Google-lastig. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie sich Marcus von Jahr zu Jahr steigert.

Marcus Tandler auf der SEOkomm2015

Viele der Themen gingen um die fast beängstigende Geschwindigkeit mit der sich Google in alle Lebens- und Privatbereiche ausbreitet. Marcus meinte dazu – „Die meisten würden halt am Liebsten noch bei Mutti wohnen“ – Recht hat er, und Google nutzt die weltweite Bequemlichkeit einfach aus.

Eric Kubitz von CONTENTmanufaktor hat aber in seinem Recap mehr Details als ich jemals zusammenfassen könnte.

Was mich überrascht hat war die neue AMP-Technology von Google als Gegenstück zu Facebook’s Instant Articles. Ganz ohne Javascript. Das wird einige Ad-Networks killen – Doubleclick von Google ist natürlich schon ein Partner – eh klar.

Also nochmal Klartext: Google macht einen „Reset“ im Web mit AMP und lässt keine 3rd Party Javascripts mehr zu. Bye Bye AngularJS und viele andere tollen Innovationen des letzten Jahrzehnts.

Das Thema Apps kam auch ganz kurz, aber eher im Context der App-Interstitial-Penalty und dem grundsätzlichen Problem, dass Google mit Apps hat. Die Problematik, die z.B. viele Reiseanbieter im nächsten Jahr hätten (Beispiel „Hotel Tonight“ weiter unten) ist eine interessante Facette des App-Wars.

Als Abschluss hat er den Teilnehmern wichtige Tipps für die Onpage Optimierung ihrer Webseiten gegeben, aber auch auf die Weiterempfehlungen (ohne genaue Einschränkung der Votes, also Shares, logo - aber eigentlich auch Links) und damit das Motto der Konferenz schon sehr gut eingestimmt.

Marcus‘ Vermutung aus der Keynote vom letzten Jahr, dass Google auf die Links verzichten wird, hat er nicht wiederholt oder kommentiert, aber John Müller von Google hat dies später in der Q&A Session eindeutig widerlegt.

Ich bin mir, zusammen mit vielen anderen SEOs einig, dass neben der Veränderung von Wertung und Gewichtung, Zählung von Mentions als Offpage-Signale die Links einfach im Google Algo fixe Voraussetzung sind und noch Jahre Berücksichtigung durch Google und SEOs finden müssen, interne wie externe Links natürlich. Diese nennen verschiedene Patente auch Votes. Natürlich sind andere Votes auch möglich, nicht nur „<A>“-Votes, sondern eben Kommentare, Downloads und der ganze Social-Votes Bereich. Wenn wir all diese Votes in Impactana und eben den LRT auswerten können, hat Google kein Problem das zu tun Leute.

Mit dem Spruch „Solange besser möglich ist, ist gut nicht gut genug“
spricht mir Marcus aber aus der Seele.

Sehr offen und ehrlich hat Marcus auch seine Keynote als Content Marketing bezeichnet, sympathisch. Alles ist Content Marketing, auch dieser Vortrag“

Ines Schaffranek hat dazu auch wieder ein super Scribble oder wie das heißt gemacht.

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Karl Kratz: Smarte Hebel im Online Marketing

Karl Kratz

Karl Kratz hat wie erwartet auf der OMX einen genial entspannten Keynote-Vortrag über viele Methoden gebracht, die im Onlinemarketing einfach effektiv sind. Sich von Google unabhängig zu machen, sei es über E-Mail Listen, Pay-with-a-Tweet/Share oder auch besseren Texten. Das kannte und setze ich vom Konzept her auch schon ein.

Die Veranschaulichung mit dutzenden Schokohasen fand ich wieder mal genial.

Karl war wie immer tiefenentspannt, ruht einfach total in sich.

Die Aufmerksamkeint des Publikums im Raum war faszinierend.

Es sind drei wesentliche Hebel die Karl empfiehlt, die Eric übrigens schon wieder viel besser zusammenfasst

  • Everletter statt Newsletter
  • Reduzierung von unnötigem Content
  • Intensivierung statt Skalierung von Content

Das Everletter-Prinzip sind Autoresponder mit dynamischem Content ausgesteuert über das jeweiligen Kundenprofil und Lead-Lifecycle. Ein Konzept, dass sich auch in moderneren Inbound Marketing Produkten wie Hubspot oder Active Campaigns wiederfindet.

Eine Kernbotschaft war auch die Reduktion – dem Aufräumen der Contentwüsten. Das machen wir selbst gerade. Aber auf vielen Sites gibt’s ja noch massig „SEO-Texte“ und das muss sich aufhören.

Intensiviere Deine Seo-Texte

Ok so genau so hat Karl es nicht genannt, aber die Kernbotschaft war ein Auszug aus Karls völlig korrekter Philosophie, dass „viel nicht immer viel hilft“ – vor allen wenn es viel Content-Mist, also SEO-Texte, sind.

Das Aufräumen der eigenen Webseite, entfernen von Artikeln die weder Traffic noch Geld bringen macht Sinn.

Den Content dann – wie Schokohasen mit einem Schuss Wodka – zu intensivieren wurde empfohlen.

Das macht z.B. auch Chefkoch mit der laufenden Verbesserung der Rezepte.

Die Ideen von WDF*IDF, Textkorpus und anderen technischen Details wurden nicht mehr vertieft, davon hörte man in den vergangenen Jahren genug – und die strenge technische Methode ist vielleicht auch nicht unbedingt notwendig. Für Tipps und Beispiele zur konkreten Umsetzung der Intensivierung war aber in dem sehr spannenden und amüsanten Vortags zu wenig Zeit. Das ist oft das Problem bei richtig markigen Vorträgen, die vielen Impulse und Ideen gehören eigentlich in einer Schulung vertieft – zum Glück hatte Karl ja zwei ganze Tage an der SEOkomm Academy unterrichtet.

Aber auch ich war ja schon vor Jahren in Karls Schulung und weiß deshalb, dass es ja darum geht, möglichst viele verschiedene Blickwinkel für verschiedene Zielgruppen in meinen Content einzubauen. Damals wurde die Wikipedia oft als gutes Beispiel verwendet, wegen der vielen verschiedenen Blickwinkel. Ich bin heute der Meinung, dass die Wikipedia als Beispiel vielleicht den falschen Schluss zulässt, man müsse ein Lexikon bauen. Und auch Wikipedia ist ja erst neulich deutlich in Ungnade bei Google gefallen, nachdem viele Snippets davon jetzt direkt in den SERPs erscheinen. Dumm gelaufen.

Der Knackpunkt ist aber, dass man seinen Content mit verschiedenen Blickwinkeln aus verschiedenen Bedürfnissen/Emotionswelten anreichern sollte.

Das möglichst gute Vervollständigen und Dynamisieren wurde auch bezüglich den Everlettern – das sind Autoresponder-E-Mails mit „Smart Content“ empfohlen. Also die Anpassung des E-Mail Contents an die Zielgruppe.

Der eine oder andere dachte vielleicht – „Jetzt werde ich meinen SEO-Texte zu Klimaanlagen intensiveren“. Geil – aber wie?

Als Ergänzung zu Karls Vortrag bringe ich jetzt mal vor, nicht ganz uneigennützig, was wir anhand einer einzigen schnellen Suche mit dem neuen Impactana Tool zur Content-Intensivierung empfehlen würden.

Content mit Impactana intensiviert

Problem: Ich soll einen SEO-Text zu „Klimaanlagen“ intensivieren. Aber wie?

Die Suche nach Klimaanlagen bringt grundsätzlich viele kommerzielle Ergebnisse, Werbungen, Produktinfos, Factsheets und langweiligen technischen Kram. Alles nicht sehr sexy. Das bewegt die Menschen nicht. Aber genau das wollen wir ja.

Der Texter ist hoffentlich ein guter Texter, aber ist er auch ein guter Recherche-Beauftragter? Machen wir uns mal schnell ein kleines Texter-Briefing.

Die Suche nach „Air Conditioners“ in Impactana bringt als erste Ergebnisse z.B.

  • Ein Freak mit einer 8-Dollar-Bauanleitung für Klimaanlagen, aus Elektroschrott-Teilen
  • Die Texanische Uni, die einen 30 Jahre alten Commodore Amiga zur Klimatisierung für 5000 Personen einsetzt.
  • Der neue Klimaanlagen-Gesetzeserlass der EU warum sehr bald alle Business-Klimaanlagen umgerüstet werden müssen
  • Die Erkenntnis - Saudis investieren heftig in Solar, weil Ihre Klimageräte so viel Strom fressen
  • Einiges zur „Green“-Bewegung – Strom sparen, Nachhaltigkeit, und warum Klimageräte überhaupt nicht ÖKO-Tauglich sind

Dann finden wir im Content vom Typ „Interview“ noch einen richtig schlauen Professor mit schöner Reichweite, den ich nicht nur zitieren sondern nach drei Jahren wirklich mal wieder neu interviewen könnte. Natürlich mit allen Kontaktdaten.

Dank der Impact-Metriken (Downloads, Kommentare, Links, Clicks, Views) findet Impactana ja auch in so langweiligen Branchen spannende Inhalte, die schon älter sind, und hohe Resonanz erzeugt haben, aber einfach weder in Google noch Facebook richtig fett ranken. Auf die Resonanz – also das User-Verhalten kommt es ja schließlich für uns an.

Ich finde, das sind schon ein paar gute Ansätze für das Texter-Briefing. Mit all den Punkten können wir den Artikel auf jeden Fall intensivieren und verschiedene Interessensgruppen zur Resonanz fast zwingen.

Intensivierter Content sucht Votes und Leser

Beim Aufräumen und Intensivieren haben mir zwei wesentliche Punkte gefehlt

  1. Wenn alte Artikel entfernt werden, dann müssen die weitergeleitet werden um 404 Fehler zu vermeiden. Punkt. Alles andere wäre grob fahrlässig. Onpage Tools zeigen die 404 Fehler ja wie auch Serverlogs auf Grund solcher Versäumnisse an. Aber dann sind schon echte Besucher auf eine Fehlerseite gekommen. Blöd. Bei der korrekten Anwendung des Link Juice Recovery Tools direkt nach dem Löschen oder Relaunch (deshalb auch Website Relaunch Tool genannt) würde es gar nicht zu Trafficverlust, mieser User-Experience und Wettbewerbsnachteilen kommen. Lieber vorher sauber mit LJR arbeiten und die Seiten redirecten bevor jemand draufklickt, und nen 404 bekommt, als nachher erst aufgrund der Klicks ins Nirvana was reparieren sag ich da.

    Das war aber natürlich auch nicht im Scope von Karls Vortrag. Oder hab ich’s überhört?Ich hätte mir aber eine Erwähnung gewünscht, weil ich doch des Öfteren von Teilnehmern gehört habe, dass „Google das schon beim Crawling löst“.

    Was? Google was selbst machen zu lassen ist immer noch eine sehr gefährliche Einstellung.Als Agentur kann man sich nicht leisten, darauf zu hoffen, dass Google irgendwelche 404 Fehler „löst“. Machen die nämlich nicht. Die Links und Besucher die verloren gehen sind weg.Wenn z.B. Marcus ein Tool zur Behebung des Problems und z.B. Christoph ein Tool zur Vermeidung und Sicherung von Besuchertraffic, Ranking und Link Juice seit Jahren im Angebot hat, dann „löst Google“ das nicht so einfach. Wen es interessiert - ich hab übrigens erst im September ein Video zu genau diesem Thema veröffentlicht.

  1. Artikel sucht Leser. Offpage war noch nie Karls Ding, außer E-Mail, Twitter und ein paar anderen Kanälen. Also doch ein bisserl Offpage. Die Erwähnung, dass ich mich AKTIV um die Verteilung meines Artikels kümmern muss hätte ich mir deutlicher gewünscht.

    Mit Karls Konzepten kann man zwar geile Traffic-Maschinen bauen, die ich auch schon einsetze, aber das geht nicht in allen Branchen, Artikel, Themen, Bereiche. Zumindest nicht über Nacht.Der „Outreach“ – also das Ansprechen, Kontaktieren, Erinneren, Antweeten oder eben einfach ein bisserl mehr Nerven der Personen, die an der Verteilung oder Kommentierung beteiligt waren wäre hier also wieder hilfreich. Wie im Vertrieb halt, man muss ein paar Neins ertragen können, sonst ist man falsch in dem Job. Achtung Eigenwerbung: und genau um das alles zu verbessern haben wir in unserem neuen Impactana (auch in der Gratis Toolbar) und in wenigen Tagen auch in den LinkResearchTools ein paar neue und mächtige Funktionen dafür.Von alleine kommt der Traffic und die Verteilung eben meist nicht.

Und das war letztlich auch die Kritik auch mancher Gesprächspartner. Es hatte ein bisserl den Anschein als müsste man sich nur um sein Onpage kümmern und dann würde der Kunde von alleine kommen.

Nene, und da geht’s auch nicht um Links - die gesamten Trends um Inbound Marketing, Outreach und letztlich auch sehr stark personalisierte Werbung mit Custom Audiences hat ja eines zum Ziel – die richtigen Leute auf die Seite zu bringen, BEVOR Sie super rankt.

John Müller: Q&A mit Google – Links bleiben wichtig

Ich find’s genial, dass Oliver den John Müller von Google nach Salzburg holen konnte. Aber dann war ich doch ein wenig überrascht – warum?

John Müller von Google auf der SEOkomm2015

Ich bin wohl nicht nur Ex-Veranstalter sondern auch ein Experte für Offpage im deutschen Sprachraum. Entsprechend oft kamen dann von Gesprächspartnern Fragen an mich, wie

  • Was ist denn jetzt mit Link Building? Gibt’s das noch? – ja LOGO! Und wie.
  • Warum reden die alle nur über die Onpage-Sachen – 7 Vorträge über Onpage SEO?
  • Was ist eigentlich mit dem Content Marketing und den Stories? Wir wollen doch auch Links bekommen.

Das ist auch kein Wunder - eine Publikumsfrage die in der Q&A mit John Müller von Google kam bestätigt dann auch offiziell das Interesse an Offpage und Linkbuilding.

Frage an Google: Sehr viele Platz 1 Seiten betreiben Linkbuilding, wie kann das sein?

Antwort von Google: Wir benutzen Links ja weiterhin. Links sind sehr wichtig.

Linkspam suchen wir schon und finden auch sehr viel, aber natürlich nicht alles. Ihr könnt gerne ein Webspamreport einreichen.

(Danke am Michael Schöttler für das Zitat in seinem Live Blog/Recap)

John bestätigt also dass Links weiter von Google verwendet werden und die Links sehr wichtig für Google sind.

Wir erfahren von Fragesteller auch, dass in vielen Branchen Linkbuilding noch betrieben wird und nötig ist und Google – nach wie vor – gegen Linkspam arbeitet. Logo.

Das deckt sich mit dem Feedback von SEHR VIELEN, nicht nur auf SEOkomm sondern z.B. der Ungagged Konferenz in Las Vegas in der Woche davor.

Das widerspricht der SEO-Einschätzung einiger in der deutschen SEO Branche. Marcus Tandler hat mit seiner SEOkomm 2014 Keynote ja eine Onpage-Trendwelle losgetreten, die wohl für dieses extreme Übergewicht an Onpage in der deutschsprachigen SEO-Szene und auch auf der SEOkomm verantwortlich ist.

Das ist auch gut so, nennt er seinen Vortrag ja selbst Content Marketing. Aber deswegen dürfen auf der nächsten SEOkomm doch nicht andere wichtige Themen wie das bevorstehende Pinguin Update, Link Building, Link Monitoring, Link Audits fast komplett von der Konferenz ausgelassen werden.

Auch Heiko Höhn fordert in seinem Recap der SEOkomm, dass z.B. das jahrelang populäre Format "20 Links in 30 Minuten“  bitte wieder aufleben soll.

Quo Vadis Google Pinguin?

Ich habe es auch sehr spannend gefunden, dass in der Q&A mit John Müller von Google nicht eine einzige Frage zum kommenden Real Time Penguin Update, das ja für 2015 noch angekündigt wurde kam. Ein Gesprächspartner witzelte, dass die über 500 Teilnehmer vielleicht keine schlafenden Hunde wecken wollten. Die internationale SEO Welt spricht seit Oktober darüber, und auch ich habe da ein Webinar gemacht, dessen Aufzeichnung hier abrufbar ist.

Während Barry Schwartz (RustyBrick) fast täglich schon Vorahnungen über Google Pinguin postet wurde das bei der SEOkomm nicht mal angesprochen? Das hätte schon gut und zeitgemäß reingepasst.

Nina Baumann: Offpage Optimierung - Besser ranken ohne schlechte Links

Im Basics-Track hat Nina Baumann aber zumindest die Grundlagen von Linkbuilding gebracht. In nur knapp 40 Minuten kann man/frau zu einem solch umfassenden und facettenreichen Thema natürlich nur die Grundlagen und Konzepte vorstellen, mit ein paar Beispielen. Ich finde Nina hat das wirklich gut gemacht, und mit diesem einen Track wurde die Ehre der SEOkomm ein wenig gerettet, was Offpage angeht.

Wie schon oben erwähnt finde ich aber, dass gerade durch die Geschehnisse der letzten Monate, die Bestätigungen von Google über ein kommendes Update und die Gerüchte, dass bereits seit Ende September viele Pinguin 1.0 Opfer wieder recovert haben mehr zum Thema Links und Penaltys gebracht werden hätten sollen.

Vor dem Hintergrund, dass der Linkhandel – ja auch für Geld (weiß man ja) – weiterhin blüht, hat Nina völlig passend auch die Grundlagen vom Link Risk Management gebracht. Wolfgang Müller von Catbirdseat hat am Vortrag auch eine sehr gute Einführung zum Google Real Time Penguin und Link Risk Management geschrieben.

Nina hat aber natürlich auch auf viele andere wichtige Grundlagen und Konzepte, aber auch einfach Termini hingewiesen, die man kennen sollte. Zum Glück ist die Fachsprache im Linkbuilding nicht annähernd so wischi-waschi wie im „Content Marketing“.

Stephan Czysch: Mehr aus der Google Search Console herausholen

Stephan von TrustAgents hat in einem überaus kurzweiligen Vortrag viele interessante Features und Beispiele rund um die Google Search Console vorgetragen. Als Autor eines eigenen Buchs zu der Google Search Console ist er wahrlich eine Kompetenz auf dem Gebiet.

Auch die diversen Details zur neuen API fand ich sehr spannend, weil wir in naher Zukunft ja die Daten von Google Search Console (GSC) und Google Analytics (GA) für das „Campaigns“ Feature in LRT, aber auch Impactana einsetzen werden. Da kommen spannende Zeiten auf uns zu, weil wir in der Kombination all der verschiedenen Datenquellen in beiden Produkten einen echten Mehrwert bieten wollen und werden. Seid gespannt.

Einzig die Tatsache, dass dieser Vortrag auf der OMX und eher auf die SEOkomm gepasst hätte bleibt mir anzumerken – aber ggf. war am Freitag einfach kein Slot mehr frei.

Ich hätte vielleicht einen der vielen Onpage-Vorträge der SEOkomm mit dem hier getauscht.

Fehlende SEOkomm Themen

Ein paar weitere Themen, die ich auf der SEOkomm gerne gesehen hätte

  • Konkurrenzanalyse allgemein – Offpage wie Onpage
  • Domains – wir haben 5000 oder 50000 neue TLDs? Es kommen die Brand-TLDS wie .MICROSOFT und .SAP. Was ist mit den EMDs? Angeblich sollen die Rankingvorteile wieder da sein, hat Google wohl was in die falsche Richtung geschraubt. Der Suchknecht Werner hat mir da völlig rechtgegeben, das hat eindeutig gefehlt.
  • Künstliche Linknetzwerke auf Expired Basis, auch PBNs genannt. Auch wenn das Google selbst als Blackhat bezeichnet, so sind sie doch in vielen Branchen Realität und Notwendigkeit. Nur weil Google seit 2012 extrem viele große („trivial gebaute“) Linknetzwerke abgestraft hat, werden nach wie vor laufend neue, kleinere, bessere gebaut. Ich bin der Meinung, dass auch wenn Toolbars und Hacks zu Blackhat für die SEOkomm sind, solche Themen durchaus mit aktuellem Stand vorgestellt werden sollten. Auch wenn es schwieriger als früher geworden ist, beschäftigen sich tausende mit PBNs.

    Die Anwesenheit von Googles John Müller hätte das Thema aber vielleicht doch einiges an Aufregung verursacht.

  • Neue Google Quality Rater Guidelines geleaked – ok, das war erst am Donnerstag, das war wirklich kurzfristig
  • App-Store Optimization (ASO) – bei der wachsenden Dominanz von Apps und Mobile hätte mindestens ein Vortrag dazu gut gepasst – und das im Hardcore Track. Ich hatte aber sehr interessante Gespräche mit Thomas Kriebernegg von AppRadar zu dem Thema. Wer App Radar Marketing aus Graz nicht kennt, das ist das „Sistrix für Apps“. Ich finde eine ASO-Session hätte diese und die zwei anderen großen Player SensorTower und MobileAction super vorstellen können. Mariano Glas, der App-Entwickler der SEOkomm und OMX-Apps seit vielen Jahren hatte jedenfalls auch nur Gutes über Thomas und das Produkt zu erzählen.
  • App-Store Indexing. Oh wow, seit ein paar Tagen wird App Content in den Google SERPs gelistet. Das wurde in einem Vortrag nebenbei kurz erwähnt, aber ich würde dem viel mehr Bedeutung geben, oder der ASO-Vortragende hätte es kurzfristig einbauen können bzw. müssen.

    Die SEO-Konsequenz daraus ist, dass z.B. der Super-App-Boom „Hotel Tonight“ in USA jetzt plötzlich auch Google-Traffic bekommt und Expedia, Tripadvisor, Booking usw. _richtig_ unter Preisdruck geraten was Last-minute Buchungen angeht.

  • Toolvergleich von Link Audit Tools – wie weiter unten beschrieben haben XOVI und Sistrix hier ja auch etwas rausgebracht, und das wären für viele Teilnehmer inklusiver uns drei Hersteller sehr spannende unabhängige Informationen gewesen finde ich.

Fehlende OMX Themen

Ein paar weitere Themen, die ich auf der OMX gerne gesehen hätte

Content Marketing

Content Marketing – die Frage “Was ist denn eigentlich Content Marketing” wurde mir gestellt und ein Vorschlag war sogar ein “Related Articles”-Plugin. Nene. Mir ist wieder sehr klar geworden, wie schwammig die Phrase Content Marketing ist wenn es von einem WordPress Plugin über Link Building, Video Produktionen, PR, bis zu einem Teil eines echten Marketing- und Sales-Funnel in jetzt relativ modernen „Inbound Marketing“ ist. Eine deutsche Größe wie Mirko Lange wäre hier genau richtig gewesen um Licht ins Dunkel zu bringen, und außerdem möchte ich den gerne mal persönlich kennenlernen. Aber mit Jens Fauldrath von Takevalue hatte ich beim Frühstück ein sehr spannendes Gespräch zu dem Thema und bedanke mich herzlich dafür. Leider hab ich seinen sehr spannenden Vortrag dann verpasst, aber zum Glück hab ich ja Ines Scribble.

Inbound Marketing

Inbound Marketing wurde übrigens nur in Julian Dzikis Toolsession kurz erwähnt und hätte mindestens einen Slot auf der OMX verdient. Aber es ginge viel mehr. Im Basics-Track hätte man uralte Prinzipien wie den „Vertriebs-Funnel“ vorstellen und auf Online umdeuten können. Solch Grundverständnis ist meiner Meinung nach auch die Grundlage für Segmentierung, Conversiontesting und eigentlich alles was Trafficbeschaffung – paid oder organisch – angeht, finde ich. Auch Karl Kratz spricht ja über die zielgerechte Ansprache des Kunden auf das im Lebenszyklus passende. Ich glaub das Thema wäre echt gut angekommen statt eines der anderen Vorträge.

Die Tatsache, dass es gar nichts zu dem Thema gab hat mich jetzt doch sehr kurzfristig motiviert in Wien am 17.12. ein „Meetup zum Thema Inbound Marketing“ bei uns im Office in Wien zu veranstalten.

SEO Tools auf der SEOkomm 2015

Die SEOkomm Konferenz war heuer der einzige Konferenzbesuch im deutschen Sprachraum und ich wollte mir da gerne einen genauen Überblick verschaffen. Zum Glück konnte ich dann neben vielen anderen Teilnehmern auch in Johannes Beus und Maik Benske zwei sehr gute Gesprächspartner finden.

Julian Dziki: Die Must-have Tools für Seitenbetreiber

Julian Dziki hat einen „Tool-Vortrag“ gehalten. Dabei wurden eine Unmenge an spannenden Tools erwähnt, wo ich selbst sogar noch einige nicht kannte. Zum Beispiel Hypersuggest.

Ich freu mich, dass sowohl die LRT als auch das neue Impactana schon Erwähnung gefunden haben.

Das Thema „Inbound Marketing“ bzw. Marketing Automation wurde in Julians Vortrag als einzigem gestreift – durch die Nennung von Hubspot und Active Campaigns. Ich finde Inbound Marketing und Marketing Automation, sind so wichtige und große Themen, dass die auf die OMX Agenda gehört hätten.

Link Detox und ein paar neue Verwandte

Link Detox hat noch mehr Verwandte bekommen am Markt. Davor kurz die Historie von Link Detox.

Wir sind – wie der Markt als Ganzes – seit 2012 von den Pinguinupdates getrieben worden. Als erste am Markt die 2012 mit Link Detox ein semi-automatisches Linkrating ermöglicht haben, um dann nicht mal 24 Stunden nach Verfügbarkeit des Disavow-Tools auch dafür schon Exports anbieten zu können war uns wirklich nicht langweilig.

Wir haben uns tatsächlich die letzten 3,5 Jahre damit beschäftigt unseren Kunden tausende Domains zu recovern und die Bewertung des Linkrisikos zu perfektionieren.

Logisch – als „DAS Link-Tool“ wie Julian Dziki uns in seinem Vortrag auch freundlich bezeichnet hat, müssen wir den Vorsprung und die „Tiefe“ natürlich halten und laufend verbessern.

Inzwischen gibt es in anderen „allgemeinen SEO Tools“ wie Sistrix oder XOVI Funktionen um ähnliches zu machen wie mit Link Detox.

Ich freu mich, dass ich heuer auch mit zwei Toolherstellern Sistrix und XOVI – und da mit den Chefs und Foundern persönlich – plaudern konnte.

  • Johannes Beus von Sistrix. Das Sistrix Tool war ja das Erste SEO-Ranking-Index Tool am Markt 2008 und wird auch noch laufend weiterentwickelt. Ich glaube die Funktion „LinkRating“, die dem Link Detox nachempfunden ist, gibt es seit ca. einem Jahr. Die Empfehlung welche Links vielleicht gefährlich sein könnten basiert, wie auch das Original Link Detox aus 2012 auf Regeln und ein paar Listen (z.B. Presseportalen). Johannes hat über wirklich über viele Jahre sehr viele sinnvolle Features und Funktionen in seiner Suite eingebaut und das macht für einen schnellen Überblick vielleicht auch Sinn. Worüber ich nichts weiß, ist die Daten- und Bewertungsqualität - das sollte könnte unabhängiger Testen.
  • Maik Benske von XOVI. Das XOVI Tool war ja immer ein echtes Low-Budget Tool, das aber vom Funktionsumfang ähnlich viel wie Sistrix kann. Ich bin in beiden Tools nicht so tief drin, dass ich den Vergleich mit meinem Blut unterschreiben kann, aber es sind jedenfalls beide sehr umfangreich. Maik ist, wie Johannes ja auch selbst Entwickler (und ich will auch wieder coden!) und auch ein sehr netter, intelligenter und spannender Gesprächspartner. Auch wichtige Kolleginnen aus Support und Business Development von XOVI konnte ich im Sommer schon auf einem Vortrag an der Uni Bern kennenlernen.

Maik hat seit ein paar Wochen auch ein Disavow-Tool (und so heißt es auch) rausgebracht. Damit können nun auch – wie im Original Link Detox 2012 – regelbasierend Links bewertet werden. Die Menge und Gewichtung der Regeln ist hier natürlich etwas anders. Auch hier kann ich die Daten- und Bewertungsqualität nicht beurteilen, weil selbst nie getestet.

Ich denke, dass gerade weil aus dem Deutschen Market nun von namhaften Anbietern etwas rausgebracht wurde, wäre es sehr sinnvoll gewesen, auch angesichts des kommenden Pinguin Real Time Updates vielleicht eine Case-Study, einen Tool-Vergleich oder sogar sowas wie den Toolbattle 2012 zu veranstalten, natürlich nur bezogen auf die vergleichbaren Funktionen.

Wie vorher schon erwähnt ist „Link Detox“ bei uns jahrelang DAS Thema gewesen. Dabei haben wir uns vor allem auf die vielen Spezialitäten, Edge-Case und fortgeschrittenen Anwendungsfälle und Märkte konzentriert. Als Marktführer im Link Audit-Bereich haben wir natürlich nicht nur jahrelangen Vorsprung in der Weiterentwicklung sondern auch den User-Signalen.

Unsere UI wirkt altmodisch, gehört aufgeräumt, und das wird Anfang 2016 erledigt sein.

Was die Daten-Qualität und Anwendungsfälle angeht hier ein paar wichtige Punkte, die nicht so auf den ersten Blick erkennbar sind.

  • Selbstlernendes Link Detox - Mit Link Detox Genesis haben wir seit 2013 ein selbstlernendes Link Detox, welches auf Basis von Linkbewertungen und User-Feedback die Regeln umgewichtet. Das ist essentiell um sich den Regeln an die jeweilige Branche, Sprache und Land anzupassen.
  • Linknetzwerke, PBNs und Expireds besser entwickeln. Mit Link Detox Tune erlauben wir seit 2014 auch das Feinjustieren des Algorithmus, womit zum Beispiele viele Linknetzwerk-Fabriken arbeiten. Die drehen da einfach ein paar Regeln, mit denen Sie leben können ab und filtern dann Ihre Expired Domains durch Link Detox so, dass sie nur die wirklich hochwertigen Domains projektieren. Weil sonst könnte es heute keine PBNs und Linknetzwerke mehr geben. Link Detox ist in der Affiliate- und Blackhat-SEO-Szene auch der Standard in der Netzwerkerkennung. Wenn eine Domain von Link Detox markiert wird, dann war der Aufwand zu gering, und Google wird das Netzwerk auch abstrafen.
  • Link Detox Audit und Link Audit Historie. Jeder, der seit 2012 schon mal einen Kunden von einer andere Agentur übernommen hat, weiß wovon ich spreche. Da wurden im Panikmodus einfach viel zu viele Links disavowed, das domain: Tag nicht richtig eingesetzt (z.B. domain:bestimmtezeitung.de um bezahlte Presselinks abzuwerten – blöd nur, dass seitdem dann jegliche Medienarbeit die dort resoniert nichts mehr bringt).

Das wären mal so meine Inputs für einen Testbericht, Tool-Vergleich oder Vortrag. Gerne stellen wir aber jedem Interessierten Redakteur mal einen Testzugang zur Verfügung. So ein Toolvergleich ist echt mal fällig.

 

Mario Träger: Screaming Frog Tricks, die du noch nicht kanntest

Mario Träger von der Webworks Agentur aus Berlin brachte in einem sehr detaillierten spannenden Vortrag viele Anwendungsfälle des Tools ScreamingFrog. Dabei wurden auch zwei Beispiele aus dem Linkbuilding genannt, zu denen ich mich besonders äußern möchte.

Fall 1: Prüfung ob Links noch vorhanden sind.

Dabei wurde erklärt, man könne in ScreamingFrog alle möglichen Linklisten hochladen und dann nochmal neu crawlen lassen. Als Quellen für Links wurde Majestic, Google Search Console und LRT genannte.

An der Stelle wurde mir klar, dass ich den ersten und wesentlichen Grund für die Entwicklung der LRT im Jahr 2006 klarstellen muss.

Das Zusammenführen, Bereinigen und vor allem komplette Recrawling für alle Links und deren Parameter zum Report-Zeitpunkt ist wesentliches Feature und Abgrenzung zu vielen anderen Link Tools. LRT User sehen nach einem DTOX oder BLP _nie_ inkonsistente Daten. Auch zeichnet sich LRT dadurch aus, dass wir ja 24 verschiedene Linkdatenquellen zusammenführen, darunter sind auch die Google Search Console, und das laufend. Die Integrationen von LRT in die ganzen Linkquellen sind dem händischen Download also bei weitem überlegen und helfen Zeit zu sparen. Diese Genauigkeit war und ist mir immer noch wichtig. Mario sprach also das richtige Problem an, aber die Lösung erscheint doch reichlich mühsam im Vergleich zum LRT. Das laufende Überwachen der Links wurde noch gar nicht angesprochen, und dafür haben wir ja mit Link Alerts und Link Monitoring Tool (LCT). Aber es ging ja um mögliche Anwendungsfälle von ScreamingFrog und nicht LRT – deswegen hier die Ergänzung.

Fall 2: Prüfung ob schlechte Links vorhanden

Durch das Anwenden einen Linktextfilters für Worte aus der Gambling oder Pornobranche sollten schlechte Links gefunden werden.

Sorry – das ist maximal zum Finden einer sehr primitiven Negative-SEO Attacke möglich. Die wahren Problemlinks lassen sich nicht so einfach finden. Die Meisten Seiten, die eine Linkpenalty haben, haben solche Links nämlich nicht.

Ich hätte dieses Beispiel einfach weggelassen.

Wie sich nachher rausstellt ist bei Webworks aber eher der Bernhard Ollefs Anwender der LRT, der mir dann im Gespräch zusammen mit Mario zustimmte und in diesen Punkten der Hauptanwender ist.

ScreamingFrog ist schon cool, aber für Linkanalysen – sorry, das muss mir erstmal wer ausführlich zeigen – ich hab dazu auch in der Version 5.0 nicht viel gefunden.

Bonus – Ankündigungen in eigener Sache

LRT Next Gen - weil LRT sieht aus wie Windows95

LRT SuperheroDie LRT brauchen ein Redesign. Stimmt. Wissen wir und arbeiten wir gerade dran.

Ich hab’s auch auf der SEOkomm oft gehört, weiß es noch viel länger und wir arbeiten nun intensiv daran die LRT benutzerfreundlicher und allgemein ansprechender zu machen. Noch ein paar Wochen Geduld bitte...

Nach einem intensiven Jahr mit viel Arbeit an Impactana, aber auch der laufenden Verbesserung der Ergebnisse und Optionen im Link Audit mit Link Detox ist das ein wichtiger Fokus für die kommenden Wochen und Monate.

Wir freuen uns alle schon auf ein modernes LRT.

Auch „unter der Haube“ wird sich mit den LRT Campaigns und vielem mehr bald einiges tun.

Impactana Launch

Impactana Launch

Am meisten hat mich überrascht, dass manch Gesprächspartner gar nicht wusste, dass ICH hinter Impactana stecke.

Das ist interessantes Feedback.

Ja am 4.11. ist Impactana gerade erst öffentlich gelauncht. Die kostenlose Toolbar haben wir aber schon seit einem halben Jahr. Wir sollten wohl einen deutschen Blog dafür starten. Als persönliche Suchmaschine für intensives und intelligentes Content Marketing, Video Marketing und Influencer Analyse liefert Impactana auch schon seit September spannende Daten in LRT und umgekehrt. Die Integration der zwei Plattformen wird noch weiter intensiviert. Inzwischen haben wir auch bei den Impactana Alerts ordentlich nachgelegt.

Networking-Parties

Die Parties waren einfach der Hammer. Punkt.

Fazit

Ich bin extrem stolz und begeistert wie gut sich die SEOkomm und OMX weiterentwickelt haben.

Ich bin auch stolz, dass mit OMX und SEOkomm ein enormer Teil zur Ausbildung im Bereich des Digitalen Marketings in Österreich beigetragen wird.

Im österreichischen Ausbildungssystem gibt es ja meines Wissens nach, nach wie vor keine Ausbildung die tief genug wäre, dass ein Abschluss einen effektiven Jobstart in der Praxis oder die Selbstständigkeit sichern würde. Das wäre aber das Ziel und das würde ich schon auch noch gerne ändern. Prof. Dr. Mario Fischer hat da z.B. in Deutschland schon ganz andere Standards gesetzt.

Ich hoffe ich konnte ein paar gute Inputs für Verbesserungen liefern, weil dass OMX und SEOkomm genial organisiert waren, das wissen wir ja.

Das Programm hätte noch mehr diversifiziert gehört. Das ist meine Anregung für den Fachbeirat.

Auf der OMX hätte das Konzepte des Inbound Marketing nicht fehlen dürfen.

Auf der SEOkomm hätte fast der gesamte Bereich Offpage, Domaining, Apps und auch etwas „Soft Grey/Blackhat“ nicht fehlen dürfen.

Die einseitige Ausrichtung auf Onpage-Themen ist ein Kuriosum des aktuell deutschen Markts widerspiegelt und das sollte 2016 ausgewogener sein.

Gut also, dass John Müller von Google offiziell bestätigt hat, dass Links noch sehr wichtig sind, und dass es in vielen Branchen ohne Links nicht geht.

Schöne und schnelle Webseiten und Content Marketing sind wichtig.

Aber ohne Outreach, Seeding, Kontaktarbeit oder eben Linkbuilding oder gar Linkkauf,

egal wie wir das alles nennen wollen,...

Offpage war, ist und bleibt das Gegenstück zum Onpage wie das Yin & Yang der Webseitentechnik. Oder die Kombination von Social Buzz und Long Term Impact.

Dieser Post ist auch Content Marketing – und mit meinem Outreach als Offpage dazu werde ich hoffentlich viel Feedback und weiterführende Ideen bekommen.

Ich werde die Recap-Liste unten auch laufend ergänzen – bitte einfach an mich tweeten wenn Ihr auch nen Recap dort gelistet haben wollt.

Gratulation nochmal an Uschi und Oliver Hauser! WOW. Hat mich wieder gefreut!

Uschi und Oliver Hauser auf der SEOkomm 2015

Ich freue mich auf reges Feedback und Kommentare – hier auf diesem Blog (der bald sehr viel hübscher wird)

oder gerne auch persönlich – zum Beispiel auf dem kurzfristig einberufenen Inbound Marketing Meetup am 17.12. in Wien.

Christoph C. Cemper

Viele Grüße aus Wien

Christoph C. Cemper

BONUS: die Recap Liste

Ich werde die Liste auch jetzt laufend ergänzen – bitte einfach an mich tweeten und Ihr werdet verlinkt.

Christoph C. Cemper
Christoph C. Cemper ist der Geschäftsführer und Gründer der LinkResearchTools und Link Detox. Er ist ein bekannter und ausgezeichneter Experte in SEO, der 2003 mit Linkbuilding für seine Kunden begann, 2006 die LinkResearchTools entwickelte und diese seit 2009 als SaaS-Produkt vermarktet. Als das berühmte Google Pinguin Update dann 2012 die Regeln im SEO wieder veränderte, wurde Link Detox als Software zum Finden von schlechten Links und Ursachen für Google Abstrafungen veröffentlicht. Christoph hat bereits 2011 erstmals den Prozess des „Linkrisikomanagements“ vorgestellt. Im Jahr 2015 hat Christoph mit Impactana eine neue „Content Marketing Intelligence“ eingeführt, die als SaaS-Produkt den Erfolg von Content weit über den „social buzz“ hinaus misst und Content, Videos und Menschen findet, die Impact bewirken.
Christoph C. Cemper
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