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OMX & SEOkomm 2016 – Recap zur Digitalen Leitkonferenz

Google Pinguin Webinar

WEBINAR: Das Google Pinguin Update 4.0 ist da

- Erkenntnisse und Ausblicke -

Christoph C. Cemper der Gründer der LinkResearchTools (LRT) und Link Detox bespricht häufige Fragen, Erkenntnisse und erste Ausblicke.

omx-seokomm-2016Der wohl längste Recap der Welt - so lang wie OMX & SEOkomm genial waren!

Lange haben wir darauf gewartet und endlich war es wieder so weit, die OMX und SEOkomm haben dieses Jahr zum siebten Mal wieder in Salzburg stattgefunden. Über 750 SEOs und Online Marketers aus dem deutschsprachigen Raum haben sich versammelt, um ihr Wissen auszutauschen und über neue Entwicklungen zu berichten. Und die größte Überraschung, es wurde sich wieder getraut, offen über Links und Linkbuilding zu sprechen! Die letzten Jahre wurde hinter vorgehaltener Hand über Linkaufbau getuschelt, oder als "Content Marketing" getarnt, aber laut an- und ausgesprochen haben es wenige. Dieses Jahr wurde ganz offen über die Wichtigkeit von Links, deren verschiedene Arten und wie man sie am besten nutzen und aufbauen und sogar (noch immer) kaufen kann, gesprochen.

Lesen Sie in unserem Recap die spannenden 30 Vorträge über die OMX und die SEOkomm nach.

Wir haben auch den Vortrag "Linkbuilding 2017" separat auf 3492 Wörtern, vielen Bildern und einem kompletten Video (damit die Tonspur zu den Slides dabei ist) veröffentlicht.

Damit bieten wir mit 15793 Wörtern wohl den längsten Recap der Welt, so lange wie OMX & SEOkomm auch dieses Jahr wieder genial waren.
Beide Konferenzen haben ihre Position als digitale Leitkonferenzen im deutschsprachigen Raum weiterhin bestätigt.

An diesen Konferenzen kommt man nicht vorbei, auch wenn man in Wien wohnt, liebe Agenturszene in Wien. Wien "ist ja anders", wenn man einem altmodischen Werbeslogan aus der Touristik glaubt. Für das Onlinemarketing gilt das scheinbar auch, und das ist für mich als Wiener eher peinlich, genauso wie die Verwendung von Metriken wie Google Pagerank oder Moz DA/PA im SEO.

Aber jetzt zu den Recaps

OMX

  1. Keynote: Live is Live! Der Mega-Trend im Online Marketing – zwischen gestern & heute
  2. Neue Impulse für dein E-Mail Marketing
  3. Die neue Macht der Kunden: Krisen- & Supportmanagement auf Facebook
  4. Facebook Targeting Status Quo
  5. Content is king [but engagement is queen and the lady rules the house]
  6. Schön, schöner, Instagram: Branding und Conversion ganz anders
  7. Die Tagespresse – Millionenreichweite ohne Budget
  8. Google Analytics: Tipps für den richtigen Einsatz
  9. Snapchat: Eine ganz andere App am Vormarsch
  10. Wie entstehen starke Markenerlebnisse im Gehirn?
  11. Digital Advertising as we know it is Dead. Ein Wake-Up Call
  12. 500.000 Abonnenten in 2 Jahren - Das Leben als Influencer
  13. Formular- & Warenkorbabbrüche - der Albtraum hat ein Ende!
  14. Update: Die neusten Urteile und Gesetze im Online Marketing
  15. The Future of Performance-Marketing

SEOkomm

  1. Keynote: SEOs sind wo oben ist
  2. Mach endlich deine Website sauber!
  3. SEO Boot Camp: Jetzt bringen wir dich auf Kurs (Teil 1/2 + 2/2)
  4. Making sites uber fast (in English)
  5. Die Content Marketing Lüge
  6. Google Search Console Advanced
  7. Panel: Ask Google – ask John Müller
  8. In den richtigen Ländern ranken
  9. Live Site Clinic
  10. Was kostet wieviel in der Suchmaschinenoptimierung?
  11. Quo Vadis SEO?
  12. Mobile SEO: Strategie und Praxis
  13. Linkbuilding 2017
  14. Google Webmaster Hangouts 2016: die wichtigsten Erkenntnisse
  15. Backlink Audit - Was kommt danach?

Next Experts Academy: Offpage Pur und LRT Associate Trainings

Ranking Ohne Links...

Networking

Fazit

Bonus: Die Recap Liste

15 OMX 2016 Vorträge zusammengefasst

 

1. Keynote: Live is Live! Der Mega-Trend im Online Marketing – zwischen gestern & heute

One Live - kein Leben. Wir leben in einer Zeit des NOWism. Wir dürfen nichts mehr verpassen, alle unsere Haushaltgeräte werden mit einem Smartphonehalter ausgestattet, hauptsache wir erfahren alles sofort.

Robert Seeger jun. und Robert Seeger auf der OMX

Robert Seeger jun. hat gemeinsam mit seinem Vater Robert Seeger sen. einen spannenden Vortrag über Live-Content vorgetragen. Gerade die Anekdoten von Robert Seeger sen., der ja im wahrsten Sinne des Wortes früher immer live unterwegs war, haben den Vortrag abgerundet. Wir leben in einer Zeit des LIVism. Live ist das neue Besser. Tatsächlich, live ist besser als qualitativ hochwertiger Content. Gestern ging es noch darum, Content zu machen, der hoffentlich eine Reaktion hervorbringt. Gehofft und gebangt haben wir auf eine Reaktion. Aber der Trend des Contents und Hoffens geht vorbei.

Online Marketing heute ist, dass die Reaktionen den neuen Live Content schaffen!

Wir versuchen im Marketing etwas zu machen, das jedem gefällt –  ja nur nicht edgy sein! Robert Seeger jun. plädiert dafür auch mal, etwas zu machen, das nicht allen gefällt. Berührungs-Lust statt Reichweiten-Sucht. Lieber berührt man ein paar wenige mit dem Content, als dass man viele nur erreicht. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Live-Stream über das Einrichten eines Aquariums. An und für sich ein Thema, das nicht viele interessiert. Aber sie sind im Live-Video auf alle Fragen und Kommentare eingegangen und am nächsten Tag war der Online Shop überlaufen.

Mehr Nähe, mehr Interaktion, mehr Sales!

Don’ts:

  • Seid nicht scheiße! Nach einer Umfrage bewerten 62% schlechte Videos als schädigend für die Marke.
  • Seid nicht fad! Nur weil es geht, interessiert sich keiner für den Live-Stream eines Gebäudes.
  • Seid nicht lächerlich! Wir brauchen keinen Countdown zu Weihnachten Live. Aber was wieder funktioniert: nach der Präsidentschaftswahl ein Countdown zur nächsten Wahl.
  • Seid nicht Reach-Geil!
  • Seid keine Live-Faker!

Do’s:

  • Denkt an Menschen ohne Ton, zum Beispiel am Smartphone in der U-Bahn.
  • Ankündigen und bewerben: Man kann ein Event in Facebook einrichten. Man kann ein Live Video voreinstellen und die NutzerInnen können sich einen Reminder setzten und abonnieren.
  • Lasst euch Zeit! Nicht jeder kann sofort einsteigen oder kann es sofort finden. Deswegen nicht sofort alles Wichtige am Anfang sagen.
  • Wir müssen vertikal denken: Menschen schauen über Smartphones!
  • Social Live ist immer mit Interaktion: UserInnen machen den Content. Im Video können Polls gemacht werden, wie es weitergehen soll. Man kann nicht nur antworten, sondern auch mit Bilden und Giphs arbeiten, denn dann wird es Social
  • Von NOW zu WOW

Es gibt keine Ausrede, Live NICHT zu verwenden! Man kann alles Live machen, Gewinnspiele, Tutorials, FAQs, Immobilienbesichtigungen, Produktpräsentationen etc.

Hirnschmalz und Herzblut sind dabei wichtig. Live ist ein Verb. Man muss es einfach tun. Es ist eine Einstellung zum Marketing und zum Leben.

BE Live! Staying Alive!

2. Neue Impulse für dein E-Mail Marketing

Brieftaube Nico Zorn von Saphiron Digital Strategy Consultants plauderte aus dem Nähkästchen. Neue Adressen gewinnen? Response Rates erhöhen? Und das alles mit thematischer Relevanz? Klar! So wie er habt ihr E-Mail Marketing noch nicht betrachtet.

Für die Adressgewinnung gibt es zahlreiche Touchpoints - und die solltet ihr ALLE erschließen. Seien es Websites, Online-Shops oder Social Media. Doch die besten KundInnen sind noch immer die, die ich freiwillig für meine Sache gewinne. Deshalb gilt es, die richtigen Incentives sowie inhaltlichen Kontext zu schaffen. Und am besten dabei noch den Aufwand reduzieren. Stichwort: One-Tap-Subscribe. Wie Nico so treffend formuliert hat:

Niemand steht morgens auf und denkt sich "heute möchte ich einen Newsletter abonnieren".

Nico Zorn auf der OMX

Doch mit den Adressen alleine ist es nicht getan. Schließlich sollen meine NutzerInnen auch so richtig Bock auf das haben, was ich ihnen sende. Responserate wäre hier das Stichwort. Wer es hier schafft, aus alten Mustern herauszubrechen, der gewinnt. Es geht um die Reduktion der Masse bei gleichzeitig heroischer Produktinszenierung und Betonung der Produktvorteile. Ein bisschen kreativ muss man da natürlich schon sein. Kleiner Tipp: Live-Images. Wer die Bilder in seiner Mail nur verlinkt, kann sie nachträglich ändern und so den Content abwechslungsreich gestalten.

Zu guter Letzt geht es auch immer um die nötige Relevanz. Personalisierung ist hier der springende Punkt. Ein optisch gewichteter Empfängername oder ein personalisierter CTA à la "gratis Versand nur für dich, Christoph!" sind nur ein paar der Möglichkeiten, die den KundInnen nicht das Gefühl geben, sie seien nur Teil einer Massenaussendung.

3. Die neue Macht der Kunden: Krisen- & Supportmanagement auf Facebook

Der Shitstorm, davor hat wohl jedes Unternehmen Angst. Armin Rogl, Managing Partner der MediaBrothers GmbH, zeigt in seinem Vortrag, was man macht, wenn es wirklich mal passiert. 85% der Unternehmen haben einen Krisenplan, aber nur 21% haben Social Media im Krisenplan integriert. Und das ist der große Fehler.

Normalerweise werden Shitstorms erst richtig groß, wenn vom Unternehmen die falsche Reaktion kommt. Das passiert, weil die meisten erst einmal abwarten und viel zu spät reagieren.

Armin Rogl auf der OMX

Was immer zieht ist Humor. Denn dann wird nicht nur eine positive Emotion bei der Community geweckt, sondern oft sind diese von der Reaktion so begeistert, dass sie es weiter teilen. Kann es denn besser laufen, als dass sich der Shitstorm zu einem positiven und größeren Engagement führt?

Der große Punkt im Social Web ist, dass es viel schneller und breiter geht als zuvor. Mittlerweile haben wir durchschnittlich 300 Freunde auf Facebook und Kommentare tragen sich weiter.

Was man immer im Hinterkopf behalten muss, je mehr sich die Leute im Social Web über etwas unterhalten, desto schneller kommen die großen klassischen Medien und greifen die Geschichte auf.

In Social Media ist ein Krisenplan und Monitoring wichtig und zwar nicht erst wenn der Shitstorm schon da ist.

Ein detaillierter und ausgearbeiteter Krisenplan ist das A und O bei einem aufkommenden Shitstorm. Sobald man überlegen muss, was man tun sollte, verliert man wertvolle Zeit.

Ausweg aus der Krise:

  • Schnell reagieren
  • Lösungen anbieten
  • Dialog auf Augenhöhe
  • Keine PR Statement reinkopieren
  • Personalisiert antworten – keine generischen Postings
  • Keine Postings löschen
  • Auf Worte müssen Taten folgen

Genauso ist es wichtig die eigenen Mitarbeiter zu sensibilisieren und das Community Management zu pflegen, denn ein zufriedener Kunde empfiehlt einen sogar weiter und bricht nicht sofort einen Shitstorm vom Zaun.

Und das wichtigste: DON’T FEED THE TROLL!

4. Facebook Targeting Status Quo

Online verändert sich. Das haben wir alle mal irgendwo gelesen oder gehört. Aber was heißt das eigentlich? Thomas Hutter, Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH, erklärt, wie die neuen Bedingungen das Targeting von gestern verändert haben und das Targeting von heute verändern werden, denn

"heute war gestern morgen."

 

Cleveres Targeting reduziert die Streuverluste enorm. Und damit auch die Kosten! Gestern war die Zielgruppe noch "Frauen über 40", und heute? Lisa, 42, Mutter, spielt Volleyball und isst gerne gesund. Das ist nur ein Fragment der Möglichkeiten, die uns heute offen stehen. Persönliches Umfeld, Demographie und Geoposition sind nun alles Faktoren, mit denen wir unsere Zielgruppe beschreiben können. Wer hat meine Seite besucht? Wer hat meine Seite besucht, aber nicht die Seite von Firma Y? Wer verbringt am meisten Zeit auf meiner Seite? Im Targeting können wir nach Belieben die Eigenschaften unserer Wahl einschließen, aber auch ausschließen. So ist heute Schritt für Schritt der Aufbau der persönlichen Custom-Audience möglich. Nicht nur zur Gewinnung neuer KundInnen, auch zur erfolgreichen Ansprache bestehender KundInnen.

Und morgen? Nun, die Custom-Audiences sind noch lange nicht fertig ausgebaut. Die Kombination der aus dem Targeting gewonnenen Daten mit Informationen über Interaktionen, Verweildauer etc. bietet viele interessante und effektive Chancen. Also nutzen wir sie auch!

5. Content is king [but engagement is queen and the lady rules the house]

Eva Mandl von der Himmelhoch GmbH zeigt in einem spannenden Vortrag wie machtvoll Content und Storytelling ist.

Alle sprechen von Content und alle sind sich einig, dass er wichtig ist. Wir alle wissen, wie Content funktioniert. Auch wenn die Pessimisten sagen, wir seien in einer Content-Inflation, wir fänden uns gar nicht mehr zurecht und könnten Zielgruppe womöglich gar nicht mehr erreichen.

Eva Mandl auf der OMX

Red Bull und Coca-Cola sind natürlich die Paradebeispiele, die in diesem Zusammenhang immer genannt werden. In ihren Fällen sind sie von Unternehmen schon zu Publishern geworden. Auch wenn die natürlich ein riesiges Budget haben, kann man sich doch einiges von ihnen abschauen und sich inspirieren lassen.

Don’ts:

  • Was einfach keinen interessiert außer mich
  • Alles was übertrieben ist
  • Es geht nicht um SEO überoptimierte Texte
  • Zu hohe Frequenz

Does:

  • Begeistern, statt zu unterbrechen
  • Wir müssen das machen, was die Leute interessiert
  • Content berührt Menschen
  • Es soll ihn informieren/unterhalten und immer ein Ziel verfolgen

Was kann es:

  • Macht ein Prokukt bekannter und glaubwürdiger
  • Markentreue
  • Und Engagement der Kunden

Dadurch kann man das Produkt bekannter und glaubwürdiger machen. Die Markentreue wird aufgebaut und das Engagement der KundInnen gestärkt. Es geht um den Menschen, die Zielgruppe und deren Werte!

Aber wie erreicht man die Zielgruppe? Durch Emotionen, die über Bilder und Videos getragen werden.

Werden Sie zur wichtigsten Informationsquelle und vermitteln Sie Expertenwissen. Dann vertrauen Ihnen die KundInnen.

Content soll die Zielgruppe überzeugen statt zu überreden. Content Marketing spricht mit Menschen. Menschen brauchen eine Geschichte, Menschen leben Geschichten und lernen durch Geschichten. Facts Tell, Stories Sell! Kommunizieren Sie mit Menschen, der Mensch ist relevant. Und bieten Sie für die Zielgruppe relevante Inhalte. Produzieren Inhalte die Neugierde, Weiterempfehlung produzieren.

Guter Content ist nicht nur eine gute Story, sondern auch zur richtige Zeit. Es entstehen ständig neue Fragen und Sie haben damit die Chance, sie zu beantworten. Was online nicht gefunden wird, existiert nicht.

Und das wichtigste, Content muss relevant sein! Am besten besetzen Sie Nischen und Zielgruppen, auch wenn es dadurch schwieriger ist Content zu erstellen.

Setzen Sie Ziele, optimieren Sie Maßnahmen, erhöhen Sie die Reichweiten und erhöhen Sie die Ziele und so geht es immer weiter.

6. Schön, schöner, Instagram: Branding und Conversion ganz anders

Kim Christian Becker und Björn Wenzel von der Lucky Shareman GmbH nehmen uns mit in die Welt des Influencer Marketing und zeigen anhand von Instagram, wie es funktionieren kann.

Es gibt tausend Definitionen von Influencer Marketing, darum soll es auch nicht gehen, sondern wo es stattfindet.

Die Auswahl der Kanäle erweitert sich immer mehr. Es gibt vielmehr als nur Facebook oder Twitter. Man muss nur spezifisch nach der Zielgruppe entscheiden. Musical.ly zum Beispiel wird vorrangig von 10 – 14-jährigen genutzt und trotzdem haben sich mittlerweile starke Influencer entwickelt, die auch genutzt werden können für Werbekampagnen.

Kim Christian Becker und Björn Wenzel auf der OMX

Das Glück an Social Media ist, dass man sehr schnell sieht wie viele Follower jemand hat und kann darüber ableiten wie beliebt und vertrauenswürdig er ist.

Es ist tatsächlich so, dass wenn man etwas empfohlen bekommt von jemanden dem man vertraut und der glaubwürdig ist, dann vertraut man dem Produkt auch mehr.

Man kann Influencer zur Lead Generierung, Event-Begleitung oder für den Vertrieb/Verkauf nutzen, um KundInnen an neue Produkte heranzuführen.

Man darf dabei aber nicht vergessen, dass man mit Personen arbeiten. Es ist wichtig, dem Influencer auf Augenhöhe zu begegnen und sich mit ihnen zu beschäftigt hat. Sie sind natürlich auch alle sehr individuell und deswegen ist es auch ein großer Aufwand. Man muss absprechen das man als Unternehmen auch die Bildrechte hat und sich absichern, dass Influencer Content als sponsored markieren und dauerhaft auf ihrem Feed lassen und nicht nicht zwei Tagen wieder löschen.

Aber wie findet man den passenden Influencer? Am besten arbeitet mit Influencern die auf Instagram groß geworden sind, weil sie tolle Fotos machen. Promis sind auch oft auf Instagram, aber erstens, sind die Fotos meist nicht so gut und zweites dreht sich das Engagement mehr um die Person als um das Produkt.

Was gibt es für Themen: Food, Travel, Fitness, Music etc. ist aber auch immer wieder Variabel

Auch muss man aufpassen, was der Influencer eigentlich transportiert. Und das nicht nur auf Instagram, sondern auch auf den anderen Kanälen. Genauso sollte man vorab prüfen, ob die Follower gekauft oder organisch sind.

Aber vor allem sind die Zuschauer sind die Zielgruppe und nicht die Influencer. Man muss sich vorab darüber klar werden, wen man erreichen will und dementsprechend Influencer wählen, die diese Merkmale transportieren. Es geht darum Aufmerksamkeit zu erregen und das funktioniert am besten durch authentische Bilder und hochwertige Bildwelten

Am besten sollte man auch eigene Hashtags ausdenken, um das Engagement nachverfolgen zu können. Nach Ender der Kooperation kann dieser auch weiterverwendet werden. Denn durch Influencer wachsen auch die eignen Accounts.

7. Die Tagespresse – Millionenreichweite ohne Budget

Fritz Jergitsch  hat für die Tagespresse noch nie Werbung geschalten, sondern ist organisch gewachsen – das lässt das Herz von jedem Social Media Manager höher schlagen. Aber wie schaffen sie das?Fritz Jergitsch auf der OMX

Am Anfang hat Fritz Jergitsch im Forum des Standard.at einfach nur einen Link zu der Tagespresse gepostet, nach dem Motto: „Die hat da auch was Lustiges geschrieben“.

Zu Anfang konnten die Leute nicht mit lustigen Witzen umgehen und haben sie teilweise für echt gehalten. Mittlerweile gibt es sechs Autoren und sie posten ca. fünf Artikel in der Woche. Jedoch kommt es immer auf die Tagesgeschehnisse an. Wenn nichts passiert, kann man nichts schreiben.

Die Themenauswahl ist vor allem auf Aktuelles aufgebaut. Was wird geteilt, was regt auf und über was wird geredet. Tools wie Storyclash, zeigt Fritz Jergitsch womit sich die Menschen in Österreich beschäftigen. Teilweise arbeiten sie auch mit Begriffen wie 1-Euro-Jobs, die ein Dauernbrenner sind. Solange der Witz funktioniert, ist alles in Ordnung.

70%  der LeserInnen kommen über Facebook. Die Engagement Rate ist zwischen 2% und 5% und die Durchschnittliche Reichwiete von 150% bis 200%.

Es gibt keinerlei Werbeausgaben und die ganze Facebook Strategie baut nur auf Klicks auf, was Fritz Jergitsch andererseits auch sehr abhängig von Facebooks Algorithmus macht.

Die Facebook Variablen:

  • Wie alt ist der Post
  • Bisherige Engagement Rate
  • Bisheriges Verhalten des Users
  • Reaktionen von Freunden
  • Art des Posts (Facebook zeigt dir nur, was dir gefällt)
  • Dauer der jeweiligen Interaktion

Dadurch wird individueller NewsFeed aufbereitet, damit die NutzerInnen so oft wie möglich auf Facebook gehen und Facebook viel Werbung verkaufen kann.

Die Tagespresse postet nur ein bis zweimal am Tag und auch nur, wenn es wirklich gut ist, denn ansonsten verliert man Engagement. Sie posten nur „shareable content“. Im Grunde muss es eine Emotion treffen und das wird alleine schon von einer guten Headline und einem lustigen Foto getragen. Es wird eine einfache Sprache verwendet, mit kurzen Absätzen, denn 70% der LeserInnen sind mobil unterwegs und haben keine Zeit für lange Artikel.

Eines wird klar, jeder Post ist bis ins kleinste Detail durchdacht und auf die UserInnen und den Facebook Algorithmus abgestimmt. Nur so funktioniert ein organisches Wachstum.

8. Google Analytics: Tipps für den richtigen Einsatz

Daniel Herndler, Senior SEO bei get on top erzählt, warum wir weg müssen von dem Gedanken, unsere Website sei ein Trichter, bei dem oben der Traffic hineinfließt und unten die Conversion Rate herauskommt. Innerhalb des Trichters befinden sich immerhin zahlreiche individuelle Kanäle, und die gilt es zu prüfen. Unsere Marketingaktivitäten sind ja hoffentlich auch individuell.

 Daniel Herndler auf der OMX

Bei der Prüfung erhalten wir tiefere Einblicke in den mysteriösen Trichter. Wie verhalten sich meine UserInnen im Kaufprozess? Wieso wird in diesem einen Kanal häufiger im Kaufprozess abgebrochen? Wenn man die Kanäle innerhalb des Trichters betrachtet, sind all diese Fragen plötzlich nicht mehr so mysteriös.

Daniel demonstrierte die wahre Power von Google Analytics mit seinen "5 supergeilen Event-Tracking-Methoden":

  1. Wetterdaten der UserInnen während der Nutzung analysieren - Wie performt meine Website bei welchem Wetter?
  2. Related Products - Beeinflussen sie wirklich meine Conversion Rate?
  3. Ad Block Rate messen - Wer kann meine Ads sehen?
  4. Messen der echten Bounce-Rate - Wie sieht es etwa mit der Scroll-Tiefe aus?
  5. Bounce Back Rate mittels Script messen - Wichtiges User Signal für Google, und für mich?

Daniels Fazit: Erst die Conversion-Rate erhöhen. Erst DANN den Traffic!

9. Snapchat: Eine ganz andere App am Vormarsch

Am Beispiel von Sixt zeigt Matthias Stock wie Snapchat genutzt werden kann. Snapchat ist das perfekte Testlabor für Millenials. 10 Milliarden Video Aufrufe und 100 Millionen aktive NutzerInnen pro Jahr sprechen für sich, alleine deswegen sollte man schon mal hinschauen. „Snapchat ist Zeitgeist. Deal with it“.

Matthias Stock auf der OMX

Die Werbeinhalte pro Tag sind massiv gestiegen. Millenials sind sehr vielen Medienimpressionen ausgesetzt und deswegen ist die Audience Retention sehr niedrig, nur ein paar Sekunden! Bei einer Snapchat Story wird jedoch aktiv ausgewählt, und Bildschirmfüllend angeschaut. Hier ist die Verweildauer sogar 70 Sekunden und 100% Aufmerksamkeit. Dadurch zwingt Snapchat zur Relevanz.

Ein großer Pluspunkt ist, dass Snapchat einfach billig ist, denn man kann nichts anderes zur Produktion verwenden als das Handy. Sixt probiert einfach aus, was sie auf Snapchat machen können, was funktioniert und was nicht – denn immerhin ist der Content am nächsten Tag sowieso weg. Viel von dem Content kann aber auch für andere Kanäle, wie auf einem Blog genutzt werden, vor allem dann, wenn er Suchrelevant ist. Man kann teasen, über behind-the-scenes Veröffentlichungen anteasern oder Interaktionselemente, wie Adventskalender ausprobieren. In Snapchat gibt es keine Vorschläge, deswegen muss man die Leute wissen lassen, dass man da ist. Das funktioniert gut über andere Kanäle.

Auch kann man mit Influencern zusammenarbeiten. Diese sind meistens auch auf anderen Kanälen wie YouTube, was man genauso nutzen kann. Sie haben eine hohe Reichweite, starkes Engagement und hochwertigen Content.

Ein tolle Inspiration ist das Retargeting von Sixt über Videos. Die sprechen die KundInnen direkt an, klopfen teilweise an den Bildschirm. Auch gibt es verschiedene Versionen, je nachdem, in welcher Zeitspanne sich die UserInnen befinden. Dadurch konnten sie die Conversion Rate um 15% erhöhen.

Aber Matthias Stock probiert noch mehr aus. Es wurden animierte GIFs produziert und auf einen Giphy channel für alle bereitgestellt. Dadurch kann der Aufwand, zum Beispiel für den Customer Success, gesenkt werden. Anstelle einer langen Antwort, gibt es ein nettes Giph und auch noch eine gesteigerte Engagement Rate.

Sixt probiert es einfach aus und das können Sie auch.

10. Wie entstehen starke Markenerlebnisse im Gehirn?

Zum Anfang stellt Prof. Dr. Dieter Georg Herbst von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt fest, dass die Erlebniswelt der Marken oft nicht bedient wird. Markenauftritte sind schlicht und einfach oft sehr langweilig.

Wir Menschen haben zwei Systeme, die uns durchs Leben führen. Schlechte und gute Gefühle werden von unterschiedlichen Systemen bedient. Wenn wir uns durch die Welt bewegen, passiert das automatisch und das Gehirn passt auf, ob negative Dinge kommen oder Positives vielleicht passieren könnte. Aber wir müssen sehr streng filtern. Wir nehmen viel mehr wahr, als es uns bewusst ist, wie zum Beispiel bei Werbebannern. Sie sind da, aber bewusst nehmen wir es nicht gleich wahr. Nur 2% der Informationen werden vom Gehirn verarbeitet, die restlichen 89% gehen verloren.

Prof. Dr. Dieter Georg Herbst auf der OMX

Wir haben Belohnungs- und Bestrafungsstrukturen und anschließend Verhaltens- und Kontrollstrukturen, ob wir es tun sollen. Online Marketing muss genau hier greifen und zeigen, was wichtig für die KundInnen ist und warum es ihnen damit besser gehen wird.

Es gibt genau drei Motive bzw. Ziele der Menschen, die bei allen gleich sind: Sicherheit/Fürsorge, Macht/Dominanz und Leistung/Entdeckung. Wenn das Online Marketing diese Ziele nicht bedient, dann nehmen es die Menschen nicht wahr.

Wir werden bestimmt von zwei Systemen. Das System 1 dreht sich um „Will ich es?“. Dieses System läuft schnell ab, ist sehr ungenau und verbraucht wenig Energie. Das Gegenstück hält das System 2 „Ist es sinnvoll und korrekt?“. Das System läuft langsam, ist sehr exakt und kann nur wenige Informationen aufnehmen.  Aber das System 1 bestimmt 70 bis 95% der Entscheidungen.

Beide Entscheidungen sind vollkommen unterschiedlich, aber es geht darum, eine Balance zu finden, nur dann kann Online Marketing funktionieren.

Das emotionale System sagt, was wichtig ist und erst dann achtet man tatsächlich darauf.

Das Gehirn prüft parallel, wie ich mich fühlen würde. Und alles was wir über die Marke wissen, fließt dabei mit ein. In mir wird das Gefühl simuliert, was der Nutzen des Produkts auslösen würde. Online-Marketing soll deswegen mit Bildern und Geschichten zeigen, was die Konsequenzen sind und wie gut es einem mit dem Produkt gehen wird.

Problematisch wird es, wenn es um Mobile geht. Man kann nur sehr schlecht einschätzen, wie sich die KundInnen in der Situation gerade fühlen. Es wird essenziell, das Verhalten in Kaufsituationen zu prüfen, um es dadurch richtig bedienen zu können. Denn die Touchpoints bringen gar nichts, wenn man die Gefühle der KundInnen nicht erkennen kann.

Gott sei Dank gibt es auch dafür Tools, wie die Iris- und Mimikanalyse, Stimmanalyse und Bewegungsanalyse. Die Menschen selbst haben einen schlechten Zugang zu Gefühlen, aber die Werbung weiß es besser.

Menschen spiegeln Emotionen und lernen von anderen. Gerade das Internet kann man nicht nur nutzen, um zu sehen und zu hören, sondern auch multisensorisch. Denn automatisch verbindet das Gehrin das, was es sieht mit erlebten Ereignissen, wie das Plätschern von Wasser, wenn wir einen Brunnen sehen.

Wie speichern wir Erlebnisse: das Gehirn speichert den intensivsten und den letzten Moment und bildet einen Mittelwert und diesen Mittelwert muss man im Online-Marketing nutzen.

11. Digital Advertising as we know it is Dead. Ein Wake-Up Call

In Michael Johns Leben war es seine wohl dümmste Entscheidung, eine Agentur zu gründen. Seine Worte! Ja, die Branche verändert sich ständig. Man weiß nie so richtig, wo es hingeht und welches Format gerade passt. Die Welt der Werbung war lange in Ordnung. Es war stabil, alles hat gepasst und jeder wusste, was zu tun ist. Das Schiff war auf Kurs. Dann kam das Internet und die See wurde unruhig. Die komplette Branche arbeitet an Lösungen für Probleme, die morgen wieder anders aussehen könnten. Werbung als Unterbrechung, wie wir sie kennen, stirbt gerade. Und wir sind live dabei.

Mit dem Markt haben sich auch die UserInnen verändert. Viele wollen einfach nicht mehr ständig mit Marken und Produkten interagieren. In der Online Werbung erhöht das nur noch mehr den Bedarf nach echter Relevanz. Es wird Zeit, von produktzentrierten Strategien wegzugehen, hin zu UserInnenzentrierten Strategien. Die Werbung der Zukunft besteht aus Content und Dialog.

Michael Johns auf der OMX

Storytelling ist das neue Stichwort. Das bedeutet jetzt nicht, dass wir auf unseren Schreibtischen Geschichten planen. Reagieren geht heute besser. Wir müssen mehr in Headlines denken. Was können wir tun, damit wir morgen Schlagzeilen bekommen? Das mag alles ein bisschen turbulent klingen, aber so ist das nun mal mit der Veränderung.

Aber keine Sorge, everything's gonna be awesome again!

Vielleicht war Michaels Entscheidung, eine Agentur zu gründen, ja doch nicht so schlecht.

12. 500.000 Abonnenten in 2 Jahren – Das Leben als Influencer

Leonie Hanne und Alexander Galievsky nehmen uns mit in die Welt der ästhetischen Bilder. Vor allen nutzen sie einen Blog und Instagram. Auf dem Blog sind die LeserInnen sehr eng gebunden und befassen sich auf intensiv mit den Inhalten. Gerade auf dem Blog können Leonie Hanne und Alexander Galievsky sehr gut ihre Bilder inszenieren. Das zweite Steckenpferd ist Instagram. Die Kanäle werden sehr bewusst gewählt und die entsprechenden Algorithmen vorher analysiert, damit es tatsächlich einen nutzen hat. Die Geschichte ist in einem Quadrat gefangen. Der Fokus liegt auf der Bildsprache. Instagram sieht sofort ob die Bilder gut ankommen oder nicht und belohnt oder bestraft es. Deswegen muss man abwägen, ob eine Kooperation zum Profil passt. Es soll nicht sein, dass alle denken „das ist Werbung“, sondern es soll eine Geschichte erzählt werden, die sich für alle gut anfühlt.

Leonie Hanne und Alexander Galievsky auf der OMX

Pinterest wird immer wichtiger. Vor allem ist es eine Plattform für Frauen, die sich inspirieren lassen wollen. Bilder, die gepinnt werden, werden viel gesehen und dadurch wird es verbreitet, wie ein Schneeballsystem und so kann man viel Trafik erhalten.

Leonie Hanne und Alexander Galievsky sind sich sicher, dass die Reichweite über Influencer größer ist.

Jeder Influencer ist eine Person und die ist immer unterschiedlich. Deswegen muss man stark abgleichen ob das Produkt zur Person passt. Nur wenn man weiß wo man hinmöchte, wird es funktionieren. Es gibt Tools, die einem zeigen ob das Wachstum organisch ist. Es ist wichtig zu klären, wie die Reaktion und Traktion ist, es geht nicht nur um die Reichweite. Aber der Ausgangspunkt ist immer, was will man damit erreichen will. Ansonsten nützt auch das schönste Bild und der beste Influencer nichts.

13. Formular- & Warenkorbabbrüche - der Albtraum hat ein Ende!

Mirko Melcher von der Web Arts AG steht auf genau zwei Sachen:

"Screenshots und Resultate".

Das mag auf Anhieb zwar etwas simpel klingen, doch diese zwei sehr speziellen Vorlieben eignen sich hervorragend zur Untersuchung von Usability. Die Gründe, warum es sich UserInnen mitten in einem Formular anders überlegen, sind zahlreich. "Es wirkt so viel" ist ein triftiger Grund, ein Formular abzubrechen, doch Screenshots und Resultate reichern die subjektive Aussage mit den nötigen Fakten an.

Die einfacheren Probleme sind mit einfachstem A/B Testing zu lösen. So können wir einfach herausfinden, welcher Warenkorb und welches Formular für UserInnen den größten Erfolg versprechen.

Wir dürfen aber nicht vergessen, dass sich vor dem von uns anvisierten Endgerät immer ein Mensch befindet. Menschen handeln ebenfalls subjektiv und vor allem auch unterschiedlich. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich aber auch die menschlich bedingten Abbrüche deutlich verringern:

Appelliert an die Verlustangst der Menschen: "Artikel im Warenkorb werden nicht reserviert", "Nur noch 2 Stück verfügbar". Diese Taktiken legen UserInnen die Dringlichkeit des Kaufes nahe.

Positive Verstärkung: "Gute Wahl! Möchtest du noch weiter einkaufen?" Dieser Satz gibt NutzerInnen die Bestätigung, dass sie auf dem richten Weg sind. Auch Formulare können in jedem einzelnen Feld, etwa mittels grünem Häkchen, Bestätigung suggerieren.

Gutscheincodes: Wer dieses Feld entdeckt, bricht häufig den Kaufvorgang ab und sucht nach solch einem Gutschein. Eine gute Alternative ist der Satz "Ich besitze einen Aktionscode". Bestenfalls ist das Feld für den Code dann nicht einmal offen, sondern muss erst ausgeklappt werden.

14. Update: Die neusten Urteile und Gesetze im Online Marketing

Christian Solmecke von WILDE BEUGER SOLMECKE hat einen unterhaltsamen Vortrag mit vielen AHA-Momenten über ein Thema gehalten, von dem man eher das Gegenteil erwarten würde – Recht.

In diesem Vortrag ging es speziell, um Gesetze in Social Media. Eines hat Christian Solmecke von Anfang an klargestellt - Fotos von Personen ohne deren Einwilligung zu veröffentlichen ist verboten. Ohne explizite Erlaubnis das Bild zu veröffentlichen, drohen Strafen. Dieses Gesetzt greift nur nicht mehr, wenn der einzelne nicht mehr individualisierbar ist, also zum Beispiel wenn der Papst ein Foto vom Petersplatz mit zigtausenden Menschen macht und online stellt.

Christian Solmecke auf der OMX

YouTube Videos dürfen privat geteilt werden aber im Business nur, wenn die Quelle legal ist. Jetzt ist natürlich die Frage, wie kann man rausfinden ob eine Quelle legal ist.

Auch Gedichte und Zitate sind schwierig. Das Uhrheberecht erlischt erst nach 70 Jahren. Anführungszeichen und Quellenangaben nutzen da auch nichts. Nur wenn man sich auch inhaltlichen  mit dem Zitat auseinandersetzten, wird es legal.

Rechtswirksames Impressum muss unter Impressum oder Kontakt vermerkt sein und darf nicht weiter wie zwei Klicks vom der Einstiegseite entfernt. Seit kurzem hat Facebook ein Impressumsfeld eingeführt. In Pinterest geht es zum Beispiel gar nicht, aber nicht Pinterest ist dafür verantwortlich, dass das Impressum gelesen werden kann, sondern.

Die Facebook AGBs sind sowieso ein Thema für sich. Die Verträge sind so heftig, dass es normalerweise kein Unternehmen unterschreiben würde. Immerhin stimmt man zu alle Rechte, von allem was auf Facebook gestellt wird, an Facebook abzugeben bzw. zu teilen, denn nur so können Beiträge weiterverteilt werden. Wird ein Bild eingekauft, dass auch auf Facebook gestellt wird und dadurch viral wird, gibt es das Bild plötzlich tausende Male. Aber man hat doch nur ein Foto gekauft und nicht für 10.000. Wenn man Inhalte einkauft, sollten sie unter einer Social Media Lizenz liegen, ansonsten kann man in den Vertrag schreiben, dass es für Facebook gedacht hat. Automatisch fließen die AGBs von Facebook in den Vertrag mit ein.

Wenn man etwas löscht auf Facebook, was wer anderer bereits geteilt hat, dann wird zwar der eigene Beitrag gelöscht, aber nicht der geteilte. Es bleibt im Grunde für immer auf Facebook. Entfernte Inhalte können bzw. werden allgemein in Sicherheitskopien weiterbestehen. Wie lange und warum, weiß keiner.

Die wichtigste Regel auf Facebook: keine sexuellen Darstellungen jeglicher Art. Das ist eine sehr amerikanische Moral und greift selbst bei hochwertigen Berichten von staatlichen Fernsehsendern über Brust-OPs. Bots scannen den Hautanteil und Nippelabstand und löschen die Profile sofort. Und ist das Profil einmal weg, dann sind die UserInnen auch weg. Sollte das tatsächlich einmal passieren, was auch ein Fehler von Facebook ist, ist es gut einen Ansprechpartner und eine Kundennummer zu haben. Am besten einfach einmal eine Werbung auf Facebook schalten, auch wenn sie nur drei Euro kostet, denn dann erhält man diese Dinge.

Auch das Äußerungsrecht hat seine Tücken. Selbst Profile mit 70 Freunden zählen schon als öffentlich und können daher rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Selbst ein Like oder das Teilen eines Kommentars kann gewertet werden, als hätte man die Aussage selbst getroffen. Also Vorsicht.

Sollte man Inhalte auf seiner Webseite haben die illegal sind, wird das erst rechtlich verfolgbar, wenn man davon weiß und diese trotzdem nicht von der Seite nimmt. Genauso gefährlich ist Schleichwerbung im Internet, das kann böse Konsequenzen nach sich ziehen.

Auch Disclaimern sollte man mit Vorsicht genießen. Nur weil man reinschreibt, dass man für Links nicht haftet, ist es deswegen auf einmal so. Man ist haftbar dafür und alleine, dass weil man es in den Disclaimer schreibt kann man abmahnt werden.

Wichtig zu erwähnen ist, dass sich diese gesetzlichen Bestimmungen auf Deutschland beziehen. Aber lassen Sie sich davon nicht abschreckend, das Internet und Social Media können wunderbar für Online Marketing genutzt werden, man muss nur wissen wie.

15. The Future of Performance-Marketing

Die Werbeausgaben im Performance Marketing steigen. Grund dafür ist womöglich das enorme Erfolgspotential. Markus Kellermann von der xpose360 GmbH erklärt, wie es richtig geht.

Keyword für Performance Marketing ist Customer-Journey-Tracking. Nehmen wir an, Ihre Kundin sieht Ihr Werbebanner auf einer anderen Website, klickt aber nicht darauf. Diese Kundin informiert sich am nächsten Tag über Ihr Produkt. Nach etwas Bedenkzeit, ein paar Tage später, sucht sie Ihr Produkt in der Google Suche, klickt auf das nächste Google Adword und kauft bei Ihnen. Diesen Weg gilt es, zu tracken, sonst läge die Schlussfolgerung nahe, Google Adwords war für den Kauf verantwortlich.

Markus Kellermann auf der OMX

In Kanälen zu denken ist heute nicht mehr sinnvoll. Big Data ist eine Sache, Smart-Data eine andere. Smart-Data bedeutet, UserInnen Kanalübergreifend zu beobachten und Schlussfolgerungen aus deren Handlungen zu ziehen. Die große Kunst besteht darin, die gewonnenen Daten über Business-Intelligence-Lösungen zu analysieren. Aber Vorsicht: Es geht hier nicht darum, KundInnen noch gläserner zu machen.

Darüber hinaus hatte Markus eine Menge Senf zur Google Suche abzugeben. Auch hier sind ein paar Game Changer ins Spiel gekommen. Voice Search wird immer größer - ob Google Now, Siri oder Cortana. Auch die Question Queries werden immer häufiger verwendet. Wo früher nur einzelne Schlagwörter getippt wurden, werden heute Fragen wie "Wo bekomme ich die beste Pizza der Stadt?" einfach ins Handy gesprochen.

Ob über intelligentes Tracking per Google Analytics oder Gewohnheiten bei den Sprachkommandos, es gilt der Grundsatz, all diese Kanäle zu vernetzen. Nur so ist es möglich, KundInnen am richtigen Bedarfspunkt ihrer Customer-Journey anzusprechen.

15 SEOkomm 2016 Vorträge zusammengefasst

1. Keynote: SEOs sind wo oben ist

Der Tag startet mit einem spannenden Vortrag von Marcus Tandler von OnPage.org. Google braucht noch mehr Daten. Über Chrome werden sehr viele Daten gesammelt – sogar offline. Mittlerweile laufen auch 7% über den Google Name Server. Daher weiß Google genau, wie die gesamte Reise durch das Netz aussieht. Denn mit den Ads verdient Google das meiste Geld.

Click Through Data ist maßgeblich für die Suchmaschinendaten. Google macht A/B Testings bei jeder Suchmaschinenabfrage, deswegen kann sich das Ranking auch temporär verändern. Um das Ranking im Auge zu behalten muss man also regelmäßig Daten von GSC herunterladen und in ein Verhältnis zum organischem Ranking bringen. Besonders die Snippet Optimierung ist sehr wichtig und erhöht den CTR.

Marcus Tandler auf der SEOkomm

KPI ist auch der Search Intent. Was ist der Zweck der Suchanfrage? Mit RankBrain wird sich das noch mehr verstärken. Es geht um das Verstehen. VoiceSearch ist in diesem Zusammenhang sehr interessant, weil die Suche anderes ist wie die Suche auf dem Desktop.

Zuerst sieht Marcus Tandler immer die Backlinks bei einer Analyse an. Dazu verwendet er auch die LinkResearchTools (LRT).

Relevanz ist einer der Kernaspekte von Content, aber der beste Content bringt nichts, wenn die Seite langsam ist. Es herrscht ein direktes Verhältnis zwischen der Bounce Rate und Time on Site bei der organischen Position. 2010 wurde es offiziell als Rankingfaktor eingefügt. YSlow gibt einen guten Einblick in die eigene Performance. Ist eine Seite nach 3 Sekunden nicht geladen, verliert man die UserInnen.

Time Speed nimmt auch Einfluss auf das Crawling. Crawling ist eine Herausforderung für Google. Content Explosion und das Crawl Budget müssen also effizient eingesetzt werden. Aus diesem Grund werden Seiten nach Ihrer Wichtigkeit gecrawlt.

Keyword Fokus und Qualitäts-Content ist wichtig. Deswegen sollte jede Seite, die keinen Wert hat, gelöscht werden und bloß keinen alten, abgelaufenen Content behalten! Content der gut ranked, darf aber gerne republished werden.

Marcus Tandler gibt den Tipp, dass alle Gelegenheit genutzt werden sollen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das AMP. Google pusht es ungemein. Page Speed ist eine große Sache für Google. Google versucht HTML zu ersetzten bzw. AMP HTML als Standard im mobilen Web zu setzen.

PWA (Progressive Web Apps) funktionieren Browserunabhängig und trifft mitten in den Trend von mobil first. Die Kernfunktionen sind immer gegeben, egal ob CSS geeignet ist oder nicht. Offline sind sie auch verfügbar, sie sind sicher und Links sind einfach einzubauen. Der Hardware Access ist klasse und es können Push Notifications auch auf den Homescreen hinzufügen, was eine tolle Chance für Online-Marketers ist und sie fühlen sich an wie herkömmliche Apps. Und das beste an der Geschichte, Google kann das indexieren.

Google pusht im Augenblick auch die Plattform Firebase ungemein. Damit können und müssen App-Entwickler Google den Linkgraphen des App-Contents hochladen. Vor allem durch die Remote Configuration kann sich das Aussehen und Verhalten verändern, ohne dass der User ein Update bräuchte. Besonders interessant dabei sind auch die Dynamic Links. Ein Link kann sich je nach Endgerät und Benutzer damit anders verhalten und ein individuelles Ziel haben.  Über Firebase Analytics lassen sie sich tracken.  Sie sind ein essentielles Bindeglied und passen sich jeder Situation an. Im Endeffekt braucht es keine App Stores mehr.

Das Spannende aus unserer Sicht an der Einführung von Firebase ist, dass Google damit die Entwickler anhält die Verlinkungen, die Google ansonsten nicht finden würde, selbst hochzuladen. Das zeigt einerseits wie wichtig die Linkgraphen auch beim App-Indexing sind, andererseits bietet es vermutlich aber in Anfangszeit viele Loopholes  für Manipulation und Trickserein.

Der Kampf um das mobile Web hat begonnen.

2. Mach endlich deine Website sauber!

Anti-Messie Dominik Wojcik von der TA Trust Agents Internet GmbH präsentiert: Aufräumen auf hohem Niveau. Trotz Erkältung bestieg er die Bühne und riet allen, zur Stahlbürste zu greifen.

"Deine Website ist vergleichbar mit deiner Wohnung."

 

 

Würdest du jemanden in deine unaufgeräumte Wohnung einladen, der morgen über deine Rankings entscheidet? Wohl kaum. Gewusst wie kann eine Aufräumaktion der eigenen Website Wunder bewirken. Die Crawling-Architektur bei Google ist äußerst komplex und sortiert URLs nach Importance. Je nach Importance werden Seiten auch öfter gecrawled.

Ines hat hierzu eine Ihrer vielen genialen Sketchnotes veröffentlicht.

 

Google hat ein Elefantengedächtnis. Jede Veränderung, jeder 301, jeder 404 wird gespeichert und ein neuer Zeitpunkt für den nächsten Crawl festgelegt. Der Sweet-Spot für jeden Crawler ist eine Domain mit der richtigen Kombination aus internen Verlinkungen, Indexmanagement und Crawlbarkeit.

3. SEO Boot Camp: Jetzt bringen wir dich auf Kurs (Teil 1/2 + 2/2)

Prof. Dr. Mario Fischer von Website Boosting und Prof. Dr. Tobias Aubele erläutern in ihren Vortag den Einstieg ins SEO. Das Besondere daran ist aber, dass sie dazu echte Daten und Live-Beispiele verwenden. Zu Beginn wird mit dem kostenlosen Tool Xenu eine Analyse der Links durchgeführt. Die Analyse wird anschließend in einer Excel Tabelle aufgelistet und kann nach den eigenen Bedürfnissen gefiltert werden. Zum Beispiel kann man nach allen ausgehenden, kaputten Links filtern und diese anschließend bearbeiten. Allgemein nutzten Prof. Dr. Mario Fischer und Prof. Dr. Tobias Aubele für ihre Beispiele nur Tools die als Excel Plug-In funktionieren:  „SEO Tools for Excel“ integriert Google Analytics, Google Search Console und Xenu.

Prof. Dr. Mario Fischer und Prof. Dr. Tobias Aubele auf der SEOkomm

Hinweis: die „SEO Tools for Excel“ haben auch schon eine Integration in die LinkResearchTools geplant, an der wir mit Niels Bosma und seinem Team arbeiten.

Begonnen wird mit einer Erklärung über die Google Search Console. Google zeigt einem wie die Domain aussieht. Unter „HTML Verbesserungen“ werden Title und Meta Fehler angezeigt. Unter anderem kann man Analysen über die „Suchanfrage“, „Indexierungsstatus“ etc. aufrufen und filtern lassen. Die Daten beziehen sich lediglich auf die letzten 28 Tage. Von daher ist eine Aufstellung in Excel angebracht, da dort die Daten abgespeichert werden können. Über Google Search Console kann man alle vorhanden Daten in Excel auslesen lassen und erhaltet somit die Clicks, Impressions, CTR und Positionen.

Aber vergessen Sie nie, CSS und JavaScript muss für Google freigegeben sein, da diese ja von Google gerendert werden. In der Vergangenheit war es gängige Praxis diese zu sperren, das muss rückgängig gemacht werden

Impression: Die Anzahl der Links zu Ihren Webseiten, die UserInnen bei der Suche sehen. Es macht jedoch einen Unterschied ob man in der Suchanalyse nach Domains gruppiert oder nach URL.

Position: Der Durchschnitt der Position Ihrer Webseite.  Prof. Dr. Mario Fischer betont, dass es sich dabei, um die wahren Daten handelt. Und so einfach ist das auch nicht immer mit den Positionen.  Zum Beispiel kommt es bei der „Bildersuche“ vor auf den Bildschirm an, auf dem die Ergebnisse angezeigt werden.

Klick: Der Klick auf die Impression. Bleibt man jedoch in derselben Suche und klickt nochmal, wird es nicht mehr gezählt. Die URL, die Google in den Suchergebnissen zeigt, muss nicht die tatsächliche sein. Wenn intern ein Redirect vorliegt, wird die Ziel-URL nicht angezeigt.

Wichtig ist zu überprüfen, ob das eigene Web Tracking überall installiert ist. Über „Spider“ kann man das einfach in Excel auslesen. Mit dem Befehl „IsFoundInPage“ sieht man ob das Tracking passt oder vielleicht einmal vergessen wurde. Man kann aber auch nach allem anderen Inhalten, wie Keywords suchen.

Gerade Content Qualität ist in aller Munde und auch das kann man analysieren. Einfach den Text markieren und „Untersuchen“. Kopiert man Xpath den Textabschnitt als Xpath kann man den Unique Text nach Beschreibungen ausfiltern, denn auf den achtet Google. Dadurch kann man auch gut Dublicate Content finden und beheben.

Boilerplate verfälscht die Textergebnisse. Aber die gute Nachricht ist, Google erkennt von alleine recht gut, was der Unique Content ist.

Über Site Anfrage kann man vorab sehen, ob die Seite indexiert ist.

Wenn es um den Titel geht, sind mittlerweile nicht nur Anzahl der Zeichen wichtig, sondern auch die Buchstabenwahl, denn abhängig von den Buchstaben und Schriftart kann der Titel dann doch zu breit sein.

Dieser Vortrag hat tolle Tipps und Tricks zum SEO geliefert und endet mit dem schönen Schlusswort, versucht einfach ein eigenes Gefühl für die Daten zu bekommen.

4. Making sites uber fast (in English)

Former Googler and SearchBrother Fili Wiese loves fast websites. Lucky for us that he shared his knowledge with us. Speed is one of THE most important quality factors for a website. Slow speed means bad user experience and therefore a loss in profits and also harm for your brand. Your users will remember when your site is slow and are less likely to visit your site again. Only your users? No. Google will remember too. Page speed is indexing speed and a slow site may not please the Google Bot.

What are the solutions? Think "content first". Optimize your rendering and show content progressively. Let the user be aware of the loading process. Optimize your .png images and avoid slow loading 404s and redirects. Start with some profiling and find out what is taking how much runtime. Try to keep the size of a page below 500 kilobytes. It's possible and you should try.

Fili Wiese auf der SEOkomm

"I love HTTPS!"

Another really important approach to make your site uber fast is switching to HTTPS completely. And be sure to validate your SSL certificates. You have to switch to HTTPS with every single page and subdirectory. And use HTTP2. Make your server push all the information to the browser at once. Also, you should consider implementing a HSTS header and put the browser defaults for your site to HTTPS, but only if you migrated your entire website.

While AMP might also be a good approach, it might not be wise to start using it right away.

"As a former Googler I can tell you: I am sceptical about AMP."

AMP is not standard yet and not every browser supports it. From a programmers point of view, Fili takes it with a grain of salt that it has not become part of the standard? Why didn't Google make it within HTML?

5. Die Content Marketing Lüge

Zu Anfang stellt Mirko Lange von der Scompler GmbH eines fest, es kommt immer darauf an, wenn man fragt, was Content Marketing ist. Jeder betrachtet Content Marketing nur aus seiner Perspektive. Alle haben irgendwie recht, denn jeder produziert ja Content, aber oft sprechen die Abteilungen nicht miteinander und ab dann wird es problematisch. Die meisten Unternehmen sind in einzelne Kanäle eingeteilt, wie Sales, SEO, Social Media etc. Der einzige gemeinsame Nenner ist der „Nutzen“. Neuerdings geht der Trend zur Content Marketing Strategie, um Ressourcen gemeinsam zu nutzen.

Mirko Lange auf der SEOkomm

Mirko Lange unterscheidet zwischen dem instrumentellen Content Marketing, dem Erstellen und Verarbeiten von informativen und unterhaltenden Content für taktische Ziele und strategischem Content Marketing, der langfristigen Strategie zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen, um strategische Ziele zu erreichen.

Zuerst muss der Input erfasst werden. Man muss wissen, wer was wann und wo produziert, um alles zu bündeln. Die Inhalte müssen für den Output vorbereitet werden. Danach muss die Aufmerksamkeit erreicht werden und die Menschen, damit sie sich damit beschäftigen. Nur wenn qualitativer Content vorhanden ist kann man Vertrauen zu den NutzerInnen aufbauen, was sich wiederum auf die Marke überträgt. Wenn das gut läuft, dann wird man zu „Top of Mind“ – und da wollen wir schließlich alle hin.

Im Content Marketing ist das Ziel nicht der Verkauf, sondern einen Grund zum Kauf zu schaffen.

Das FISH-Modell dreht sich um die verschiedenen Bedürfnisse der NutzerInnen. Egal welches Interesse die NutzerInnen gerade haben, zum Beispiel eine spezifische Suche, überhaupt keine Suche etc., muss der Content unterschiedlich sein, um alle Interessen abdecken zu können. Das muss dementsprechend entwickelt werden.

Es gilt nicht nur zu wissen, welcher Content gut läuft, sondern warum er gut läuft. Dadurch kann man automatische Abläufe erstellen, damit die UserInnen genau das sehen, was sie gerade brauchen und der Content aufeinander abgestimmt ist.

Aber das kann nur funktionieren, wenn alle Ressourcen gebündelt und gemeinsame Redaktionspläne erstellet werden.

Unser aller Ziel ist das Content Experience Management. Über jeden Touchpoint erhalten die jeweiligen NutzerInnen dasselbe Erlebnis.

Dazu braucht es eine strategische Basis, wie Marktforschung, Vertriebsgespräche etc. Erst dann kann daraus eine gemeinsame Story entwickelt werden.

Die Folien zum Vortrag gibt es übrigens hier.

Auch zu diesem Vortrag gibt es eine Sketchnote von Ines.

 

Erst wenn die Story steht, kommt die Content Planung und danach die Distribution. Und wenn die Story einmal klar ist, kommen die Ideen zum Content von ganz alleine.

Erst dann, wenn die Story zum Contentplan überführt wird, werden die Kanäle definiert. Es ist also falsch zu sagen: „Wir machen jetzt mit Youtube und Snapchat“, wenn diese Kanäle nicht zum Content für die Story passen. Die Story bestimmt die Kanäle, nicht umgekehrt.

6. Google Search Console Advanced

Der Ansturm auf Sebastian Erlhofers Vortrag von der mindshape GmbH war groß. Sämtliche Tech-Geeks, die auf der SEOkomm gastierten, wollten von Sebastian eines wissen: Wie kann ich noch mehr aus der Search Console herausholen?

Für uns besonders interessant: Der Fast-Disavow zu Zeiten des Real-Time-Pinguins. Denn Warten ist doch blöd. Google bewertet unsere Backlinks erst, wenn sie neu gecrawled wurden. Wie können wir das Crawling nun beschleunigen? Sebastian nennt drei Möglichkeiten:

  1. Die URL zu einzelnen Links als offiziellen Submit an Google senden
  2. Über pingomatic.com die Suchmaschinen selbst benachrichtigen
  3. Eine zweite (eventuell wertlose) Domain nehmen, und die gleiche Disavow Datei hochladen

Anmerkung in eigener Sache: Wir haben dafür noch eine vierte Möglichkeit: Mit Link Detox Boost führen wir die Crawler von Google genau dorthin, wo ihr sie haben wollt.

Zurzeit geht auch aus den Crawling-Statistiken hervor, dass Google wieder sehr fleißig mit Crawling beschäftigt ist. Gründe dafür? Vielleicht ein Update oder massive Veränderungen in den Rankings.

"SEO ist eine Menge Detektivarbeit."

7. Panel: Ask Google – ask John Müller

Erstes Thema zu dem Jens Fauldrath von takevalue Consulting mit John Müller  spricht ist „Mobile First“. John Müller kritisiert, dass auf mobilen Geräten oft gerade zu wenig Text angezeigt wird, was das Nutzererlebnis einschränkt. Wenn Google in den Suchergebnissen etwas anzeigt, aber die mobile Version nicht die volle Funktionalität hat, ist das ein Problem für Google. Man sollte sich fragen, wenn man es mobil nicht braucht, warum braucht man es dann am Desktop? Besonders in E-Commerce ist der Kauf mobil fast unmöglich, obwohl NutzerInnen bekannter weiße immer mehr mobil unterwegs sind. Man sollte vielleicht beginnen den Online Auftritt zu überdenken, anstelle mobil zu verteufeln.

John Müller Nina Baumann Jens Fauldrath Michael Schöttler auf der SEOkomm

John Müller versichert aber, dass noch keine Entscheidungen feststehen, womöglich werden keine großen Veränderungen nötig sein. Die Experimente sind noch im vollen Gange und der Zeitplan gerade nicht absehbar.

Auch AMP ist im Panel ein großes Thema. John Müller meint, dass es in den meisten Fällen keinen Unterschied bei dem Crawl Budget macht. Wenn man aber eine sehr große Webseite, mit Millionen von Seiten hat, die jetzt schon mit dem crawlen kämpfen und dann auch noch AMP dazu kommt, wird es schwierig. Besonders, wenn die Webseite unsauber ist.

Jens Fauldrath greift die Frage auf, die viele SEOs herumtreibt, wann wird die Google Search Console Kommunikation besser? Zum Beispiel gibt es bei der API viele Punkte, die nicht Verfügbar sind. John Müller antwortet wie gewohnt ganz diplomatisch, dass es viele Möglichkeiten gäbe und teilweise auch daran gearbeitet wird. Jedoch will sich Google auf keine Launch Dates festlegen, damit sie launchen können, wenn tatsächlich alles perfekt ist.

Die Suchanalyse ist immer noch ein schwieriges Thema, besonders wenn es um das Aggregationslevel geht. Es fehlt einfach teilweise etwas, aber keiner hat mehr Infos. Der Vorschlag einen Vermerk mit NotSet dahinter zu setzten, nimmt John Müller gerne an.

Auch bei dem Sitemap Report soll endlich geklärt werde, welche nun nicht indexiert wurden. John Müller meint dazu, dass weniger geplant sei eine Liste dafür zu erstellen. Es sollen ja nicht mehr Probleme geschaffen werden, denn oft hat es ja einen Grund warum es nicht indexiert ist.

Weiter geht es mit Nina Baumann von Linkspiel und ihren Fragen zu Ranking und Index, besonders bei der Personalisierung von Website Content. NutzerInnen sollen ja das beste Nutzererlebnis bekommen, was wiederum Conversion erhöht. John Müller betont nochmal, dass man dem Crawler keinen anderen Inhalt geben darf wie den NutzerInnen. – Die Hauptinhalte sollten gleich und indexierbar sein. Nina Baumann spricht in diesem Zusammenhang die Problematik der Personalisierung an. Zum Beispiel, wenn es aufgrund von lokalen Datenbestimmungen die Sprache automatisch geändert wird. Crawler sehen dann wahrscheinlich nur die englische Version, weil sie aus Amerika sind. John Müller gibt den Tipp die Grundinhalte separat zu crawlen und indexierbar zu machen.

John Müller sagt auch, dass JavaScript Webseiten immer sichtbarer für Google werden, daran wird auch weitergearbeitet.

Michael Schöttler von der imwebsein GmbH hinterfragt vor allem die User Signale für das Ranking. John Müller meinte dazu, dass die Algorithmen getestet werden und es viele Rankingeffekte gibt oder getestet werden, die nicht direkt sichtbar sind. Kurzfristig kann es zu Veränderungen kommen, wenn es eine wichtige Seite zu sein scheint. Michael Schöttler spricht auch die Content Zertifizierung in Yandex an. Nach John Müllers Wissens nach, ist so etwas nicht bei Google geplant. John’s Meinung nach birgt das die Gefahr, dass Spammer Content für sich beanspruchen würden, der eigentlich nicht ihrer ist. Sowas ist leider schwer kontrollierbar.

John Müller bestätigt das Google guten Text erkennen kann. Da steckt komplizierte Mathematik dahinter und nicht unbedingt nur eine grammatikalische Prüfung.

Wie immer, war die Zeit mit John Müller viel zu kurz aber wahnsinnig interessant.

8. In den richtigen Ländern ranken

Die Entscheidung steht: Du willst expandieren und eine internationale Website betreiben. Alle wichtigen Fragen sind hoffentlich vorab geklärt. Die Nachfrage ist vorhanden, der Markt ist analysiert und die Ressourcen geprüft. Danach geht es ans Eingemachte und Kerstin Reichert weiß, wie es geht.

Zuerst gilt es, die wichtigste Frage zu klären. Welche Sprachen in welchen Ländern? Geht es um ein Land mit mehreren Sprachen oder mehrere Länder mit einer Sprache? Wenn das geklärt ist wird es Zeit, die Domainstrategie zu wählen.

  1. Country Code Toplevel Domain: www.domain.at / www.domain.frDer Vorteil dieser Strategie ist die eindeutige Zuordnung und das Trust-Signal für Suchmaschinen. Leider ist sie auch sehr ressourcenintensiv und vielleicht gibt es diese Domain nicht mehr in jedem Land.
  1. Subdomain: at.domain.com / fr.domain.comDiese Variante ist einfach aufzusetzen und ermöglicht Geotargeting in der GSC. Es ist aber wichtig, eine einfach zu bedienende Sprachauswahl für die UserInnen aufzusetzen.
  1. Sprachverzeichnis: www.doman.com/at / www.domain.com/frAuch diese Strategie ist einfach aufzusetzen und führt zu einer starken Gesamtdomain. Mit dieser Methode muss aber auch sorgfältig gearbeitet werden, damit die Zuordnung einzelner URLs nicht erschwert wird.

Für SEOs ist es natürlich auch wichtig, für die richtigen Suchmaschinen zu optimieren. In China wäre es nicht klug, für Google zu optimieren. Und wie optimiere ich für Suchmaschinen? Richtig. Ich setze die richtigen Signale mit Angabe von Daten in der GSC und beginne mit dem Aufbau externer Verlinkungen im Zielland.

Für gutes Targeting im SEO gehören auch die richtigen hreflang-Attribute. Bei mehreren Sprachvarianten muss wirklich jede Variante auf sich selbst und die anderen linken, damit eine Zuordnung für Suchmaschinen möglich ist. Dieser Prozess birgt sehr viele Fehlerquellen, deshalb gilt folgender Grundsatz: Testen, Testen, Testen... Die Slides von Kersin gibt es übrigens hier.

9. Live Site Clinic

Dominik Wojcik, Sebastian Erlhofer und Bastian Grimm von Peak Ace AG haben schon am Morgen das Angebot gemacht, Webseiten einzureichen. Diese wurden in ihrem Vortag genauer analysiert. Das ging von einem kleinen Reiseblog bis hin zu AirBerlin.

Worin sich die drei Experten alle einig waren, Snippet muss optimiert sein. Immerhin ist es das, was die UserInnen als erstes sehen und was sie ansprechen soll. Dasselbe gilt auch für Alt-Attribute der Bilder. Auch Performance ist hier ein wichtiges Thema, ansonsten verliert man überproportional viele KundInnen, bevor sich die Seite geladen hat.

Dominik Wojcik, Sebastian Erlhofer und Bastian Grimm auf der SEOkomm

Im Zusammenhang mit Content sollte man auch mit PDFs aufpassen, oft ranken die nämlich höher als die Webseite. Am besten mit einem Canonical arbeiten und die LeserInnen auf eine Landingpage leiten. Anmerkung: dazu haben wir in unserem Beitrag „Link Building 2017 – Bonus Tipps“ noch wichtige Hinweis und Beispiele von Fehlern, die uns selbst passiert sind. Mann muss bei der Implementierung auf die Trackingparameter aufpassen.

Überhaupt scheint es so, als würde Zuviel indexiert werden. Eine zweite Seite sollte nicht indexiert sein, genauso wie 404 Seiten. Am besten einfach mal eine Analyse der ganzen Seite machen und herausfiltern, woran man noch arbeiten muss.

Die Webseite einer großen Fluglinie wurde analysiert und hat umfassende historisch gewachsene Probleme aufgezeigt.

Eine weitere Webseite eines Heimwerker-eCommerce-Shops wurde analysiert und schon bei der Startseite wurde mit den Rel-Canoncals geschlampt. Das wurde mit einem Click auf die Link Redirect Trace Erweiterung schon sichtbar. Tatsächlich wurde die gesamte Startseite dabei mittels Rel-Canonical auf eine („wichtige“) Kategorie weitergeleitet. Sorry, so geht das im SEO gar nicht, meinten die Vortragenden.

Eines der wichtigsten Themen, die man aus dem Vortrag mitnimmt ist eine Fokussierung und Priorisierung der Probleme auf der Webseite.

10. Was kostet wieviel in der Suchmaschinenoptimierung?

Seonaut Marco Janck von der SUMAGO GmbH offenbarte uns seine Sicht des deutschen SEO-Marktes. Für Einsteiger in den Markt lieferte die Session genau Einblicke über diverse Preismodelle. Was ist realistisch? Was ist Abzocke?

Aber Linkbuilding ist für Marco nach wie vor ein Thema.

Linkschrott für 5$ pro Link ist einfach zu erkennen: "In zwei Monaten Millionär" ist nicht so ein attraktives Angebot, wie es vielleicht klingen mag. Bei einem Tagessatz von 600 bis 1200€ ist man sowohl bei Agentur als auch Freelancer in guten Händen.

Aber nach welchem Modell sollte man vorgehen? Eine Best-Practice gibt es da nicht, aber kluge SEOs kennen natürlich die verschiedenen Preismodelle und wissen damit umzugehen. Erfolgsabhängige Bezahlung nach Rankings klingt vielversprechend, kann aber nicht viel. Keine glaubwürdige Agentur verspricht der Welt verspricht schon vorab, dass sie dich auf Platz 1 befördern können. Bezahlung nach Traffic oder sogar Umsatz sind auch gängige Modelle in der Branche, aber auf keinen Fall zu empfehlen. Traffic und Umsatz lassen sich nie eindeutig einer Ursache zuordnen.

Bei Betreuung nach Stunden sieht es schon besser aus. Es muss nicht unbedingt günstig ausfallen, ist aber wahrscheinlich das fairste Modell für beide Parteien. Sehr beliebt bei vielen Kunden ist eine Prepaid-Betreuung. So muss vorab keine Projektzeit definiert werden, was auch nicht in jedem Fall möglich ist. Agenturen und Freelancer sind bei diesem Modell für die KundInnen frei verfügbar. Das gefällt zwar den Kunden, doch für SEOs bedeutet dies einen deutlich erhöhten Aufwand.

Doch es gibt auch Möglichkeiten, seine Rankings selbst zu optimieren. Beziehungen zu BloggerInnen und Influencern aufzubauen schmeichelt nicht nur der Reputation sondern ist auch eine tolle Quelle für neue und starke Links.

Marco Janck auf der SEOkomm

Auch eine sehr attraktive Vorgehensweise ist der Aufbau einer holistischen Landingpage. Ziel dieses Konzeptes ist eine Seite mit einem etwa 5000 Wörter langem Text mittlerer Stärke. Dazu individuelle Grafiken und ansprechendes Design auf Desktop und Mobile. Das Ergebnis: Cooler Content, der Google interessiert.

11.Quo Vadis SEO?

Bastian Grimm stellt am Anfang die spannende Frage, ist SEO schon tot? Und genauso spannend ging der Vortrag weiter. CTR Studien sind fast tot. Nachdem sie Geo-Targeting, Device spezifisch und persönlich ausgewertet werden, gibt es keinen richtig einheitlichen Wert mehr. Das ist eigentlich sehr analog zu andere Parametern im SEO und Off-Page SEO, wo sich ja seit Jahren alle Regeln je Land, Sprache, Thema, Keywords unterscheiden. Es gibt keine „Einheitsgröße“.

Und natürlich müssen erstmal die einfachen Hausaufgaben wie Snippet-Optimierung gemacht werden.

Besonders geht er auf drei Themen ein.

Bastian Grimm auf der SEOkomm

Die Folien zum Vortrag gibt es hier.

User Experience: Bastian Grimm fordert auf in kombinierten Faktoren zu denken. Besonderen Fokus legt er auf Rich Cards, die es bereits für Produkte, Rezepte, Events und Reviews verfügbar sind. Auch ein weiterer wichtiger Tipp ist JSON-LD für Rich Data zu verwenden.  Ein Thema das immer wieder kommt ist die Performance. Unter zwei Sekunden muss die Seite geladen sein, ansonsten ist die Hälfte der KundInnen weg. Auch Google ist obsessiv wenn es um Geschwindigkeit geht.

Google, das ist auch ein Thema für sich. Sie haben eine Umstellung auf HTTPS gefordert und ab Januar wird bei HTTP eine Warnung aufzeigen, dass die Daten nicht sicher sind. Das Problem an HTTPS ist, dass es langsam macht. Daher ist die dringende Empfehlung HTTP2 zu nutzen. Es gibt keinen Grund es nicht zu tun.

AMP ist auch für Bastian Grimm ein wichtiges Thema. AMP funktioniert, weil alles was langsam ist, rausgeschnitten wird. Kein Wunder, dass es schneller ist. Der Vorteil ist, man kann cachen. Google hat auch bestätigt, dass sollten sie zwei Versionen haben, bevorzugen sie immer AMP. Diese sind auch fünf bis sechsmal schneller als mobile Seiten, aber nur 3% der Nutzer gehen weiter und landen auf der eigenen Seite.  Google pusht kein anderes Projekt so sehr, also einfach mal ausprobieren. Wenn sie aber nicht validiert ist, dann wird es nicht angezeigt. Für E-Commerce wird es auch kommen, das wurde bereits angekündigt. AMP wird jedoch nur noch auf SSL möglich sein.

Zugänglichkeit: Mobil First Index ist eine signifikate Änderung, sollte es kommen. Wir werden einen Index haben, aber nur noch mobil wird gecrawlt. Das alleine wirft so viele Fragen auf. Definitiv kann aber festgehalten werden, dass es einen Shift von Desktop zu mobil geben wird.

Auch wenn JavaScript von Google gecrawlt werden kann, sind sie nicht in der Lange alle JavaScripts zu crawlen und zu interpretieren.

Das alles läuft auf eines hinaus, Teams müssen spezialisiert werden. Nicht nur braucht es MitarbeiterInnen, die JavaScript und noch viel mehr können, um Google entgegenzutreten, sondern auch wenn es um die Responsiveness geht. Mittlerweile gibt es so viele verschiedene Devices, die jeweils eine andere Größen, Auflösungen usw. haben, dass es dafür MitarbeiterInnen braucht, die die User Experience auf jedem Gerät erhalten können.

Relevanz: Weniger ist mehr und dafür hochwertig, das ist die gängige Meinung.  Bastian Grimm ist sich sicher, die Algorithmen sind noch nicht da, aber die SEO Texte werden sterben. Wir brauchen unterschiedlichen Content und zwar Content wie Bilder und Videos. Deswegen der Appel von Bastian Grimm, nicht nur Text zu produzieren, den keiner mehr lesen wird, sondern Inhalte, die die Leute interessieren.

12. Mobile SEO: Strategie und Praxis

Wie sieht eigentlich eine gute mobile Website aus? Was meint Google mit Mobile First? Wie wichtig ist Voice Search? Stefan Fischerländer von Gipfelstolz erzählt.

Eine vernünftige mobile Website ist vor allem eines: Responsive. Es geht um die User Experience, das Gefühl, das UserInnen auf der Seite haben. Dynamic Serving und flüssige CSS Animationen geben BesucherInnen genau das Gefühl, das sie haben wollen. Natürlich geht es auch um das Gefühl, das der Google Bot auf der Seite hat. Defekte mobile Versionen ranken nämlich nicht auf Mobile Search. Google gibt dafür folgenden Grund an: "Fails to meet the user intent."

Aber was meint Google eigentlich mit Mobile First? Den Google Bot wahrscheinlich nicht, denn der sieht sich nach wie vor zuerst die Desktop-Version einer Seite an. Google hat damit lediglich gemeint, dass ihre ProgrammiererInnen in ihrer Arbeit die Priorität Mobile haben. Das ist übrigens auch schon eine Weile her. Heute heißt es nämlich "AI First".

Voice Search hat die Branche und das Suchverhalten schon stark beeinflusst und wird das auch weiterhin tun. Suchanfragen werden länger und natürlicher. Deshalb wird es für die AI immer wichtiger, long-tail Suchanfragen zu verstehen und die richtigen Ergebnisse zu liefern. Auch Apps haben Auswirkungen auf die mobilen Suchergebnisse.

"Ein Selbstläufer sind Apps auf gar keinen Fall."

Bei Apps werden als Rankingfaktor Conversion-Rate und Uninstall-Ratio verwendet. Untersuchungen haben gezeigt, dass drei Viertel der Apps nach drei Monaten wieder deinstalliert werden. Wenn eine App guten Stoff für regelmäßige Interaktion und niedrige Uninstall-Ratio liefert, steht dem guten Ranking nichts mehr im Wege.

13. Linkbuilding 2017

Am späten Nachmittag war es endlich so weit, mein Vortrag. Ich habe viele Tipps und Tricks zusammengestellt, wie man mit seinem Linkbuilding 2017 so richtig durchstarten kann.

Ganz gemäß der Original-Aussage des Google Sprechers Gary Illyes "Ranking without Links is really, really hard" vom 13.10.2016

 

Ranking ohne Links ist echt ur schwer.

 

In dem Vortrag gehe ich nicht nur auf das „klassische Linkbuilding“ ein, sondern auch auf viele sehr relevante Veränderungen im Offpage, also bei Redirects und Rel-Canonicals, die eigentlich beide als Schnittstelle zwischen „Onpage“ und „Offpage“ zu sehen sind.

In dem Post Linkbuilding 2017 finden Sie genaue Informationen zu Linkbuilding, Redirects und Rel-Canonical. Vorweg – es scheint so, als ob sich das Verhalten von Redirects maßgeblich verändert hat. Auch der Pinguin-Schock im Bereich „Links“ wird thematisiert!

 

 

Hier gibt es noch eine Sketchnote zum Vortrag von Katja Budnikov. Danke!

 

14. Google Webmaster Hangouts 2016: die wichtigsten Erkenntnisse

Michael Schöttler kennt tatsächlich alle Hangouts, die es auf Video gibt, denn bei SEO-Portal wird seit 02.06.2015 jedes Hangout Wort für Wort mitgeschrieben und danach veröffentlicht. Und sogar John Müller ist noch einmal mit dabei auf der Bühne.

Michael Schöttler, John Müller auf der SEOkomm

Nicht nur beantwortet John Müller in den Hangouts gratis Fragen, sondern reichert sie auch mit Präsentationen an, wenn eine Thematik verstärkt vorkommt. Ab heute gibt es sogar ein John Müller FAQ. Dort gibt es einzelne Themenbereiche, in denen John Müllers Antworten chronologisch vorhanden sind.

Die meisten Fragen gab es zu: Rankingfaktoren, Hreflang, Redirects und Canonicals.

Sehr aufschlussreich hat Michael Schöttler die häufigsten Irrtümer für diesen Vortrag zusammengestellt und liefert gleich die passenden Antworten. Eine Noindex in der robots.txt wird von Google nicht offiziell unterstützt und ist deswegen keine langfristig empfehlenswerte Strategie. Noindex und Canonicals zusammen senden verwirrende Signale, weil es bedeutet das auch das Canonical nicht in den Index soll.

Wenn eine Datenmenge in Google Search Console abfällt, liegt es daran, dass man, zum Beispiel, auf ein anderes Canonical umgestiegen ist. Auch die Disavow muss beim Canonical hochgeladen werden. 404 Benachrichtigungen sind kein Problem und führen zu keinem schlechteren Ranking. Ausgehende Links helfen dem SEO nicht. Offiziell ranken kürzere URLs nicht besser als längere, aber wenn alles genau gleich ist, wird trotzdem die kürzere genommen. John Müller sagte in den Hangouts, dass 301er kein Problem sind. Aber Michael Schöttler sagt selbst, man muss ein bisschen damit aufpassen, sonst kann das Ranking nicht wiederhergestellt werden.

Zum Abschluss, bedankt sich Michael Schöttler bei John Müller mit einem Bild und fordert uns alle auf, die Hangouts mehr zu nutzen. Immerhin ist es eine gute Gelegenheit alle seine Fragen loszuwerden.

15. Backlink Audit - Was kommt danach?

SEO Consultant bei den SearchBrothers und Ex-Googler Kaspar Szymanski berichtet von seinen Erfahrungen im Search Quality Team und stellt sich den Fragen des Publikums.

Linkaufbau ist mit einem großen Risiko verbunden. Je nach Nische, Sprache und Brand sind die Spielregeln völlig unterschiedlich. Viele von uns wissen, mit welchen Qualen so ein Reconsideration Request verbunden ist. Google möchte praktisch, dass wir um Vergebung flehen. Und wenn die Strafe entfernt worden ist, ist der Spuk nicht vorbei. Das Disavow Tool sollte kontinuierlich verwendet werden. So kann das Risiko stets niedrig gehalten werden.

Eine wichtige Meldung für unerfahrene UserInnen des Disavow Tools. Bitte NICHT das Disavow File bei jedem Upload überschreiben. Es geht darum, EINE Datei zu haben, die mit neuen Links erweitert und dann neu hochgeladen wird. Je häufiger übrigens die Daten aus der Google Search Console gezapft werden, desto häufiger werden sie aktualisiert. Google möchte so WebmasterInnen dazu bewegen, häufige Disavows zu betreiben.

"Links aufzubauen ist nach wie vor eine super Idee."

Ja! Das ist nicht nur aus SEO-Perspektive sinnvoll, sondern auch für den Traffic. Man stelle sich einen NoFollow Link von einer Qualitätszeitung vor. Der liefert nämlich eine Menge Traffic (und Trust).

Wichtig ist nur, so viele Datenquellen wie möglich für die Linkanalyse und den Linkaufbau anzuzapfen. Je mehr Ressourcen, desto besser. Auch die Server-Logs sollte man aufheben. Informationen darüber, wann und wie häufig der Google Bot die eigene Seite besucht, sind essentiell zum Entdecken von Risiken oder auch neuen Möglichkeiten im SEO.

Anmerkung in eigener Sache: die Strategie möglichst viele Linkdatenquellen zusammenzufassen, zu bereinigen und vor allem dann nochmal komplett neu zu crawlen ist DAS Grundprinzip von LinkResearchTools von Anbeginn und ein wesentliches Feature auch in den Link Detox Komponenten. Das ist auch ein ganz wesentlicher Unterschied von LRT zu einfachen „Linkdatenbanken“, aus denen sich User oft nur Listen ziehen können die oft schon stark veraltete Information exportieren können.

Abschließend zu seinem Vortrag stellte sich Kaspar den Fragen des Publikums. Die Fragen waren sehr Realitätsnah und wir können bestimmt alle etwas aus diesen Beispielen lernen. Danke Kaspar!

 

Q: Ein Kunde hat eine russische SEO Agentur beauftragt, die für ihn NoFollow Blogkommentar Spam gemacht haben. Wie sinnvoll ist das?

A: Es ist sicher geschäftsschädigend. Es ist nutzlos und brandschädigend.

 

Q: Google hat gesagt, sie wollen keine Widget-Links. Wir bauen gerade ein Widget. Sollten wir diesen Link auf NoFollow setzen oder wo sollen wir in platzieren?

A: Widget-Links waren Google schon immer ein Dorn im Auge (wenn sie Follow harte Ankertexte weiterleiten). Ich würde unbedingt einen NoFollow auf Widget-Links setzen. In manchen Branchen funktionieren Widgets super für Brandaufbau und Traffic. Für SEO sind sie schlecht.

Anmerkung von uns: auch zum heutigen Tage manipulieren viele, auch große, Unternehmen die Google Suchergebnisse mit Widgets, auch mit den unerwünschten Follow-Links. Dabei ist es erstaunlich wie lange es manchmal gut funktioniert, aber sobald es entdeckt wird (z.b. von Konkurrenten), ist mit einer Abstrafung zu rechnen.

Die Implementierung mit NoFollow Links entwertet nach unserer Meinung die Widgetlinks auch nicht komplett, denn der Trust wo die Widgets implementiert werden, und vor allem auch der Traffic vn den Seiten (wenn die Links nur ja sichtbar sind, bloß nicht verstecken) stellen ja wesentliche positive Signale für Google dar, egal ob „Pagerank vererbt wird“ was Google ja manchmal formuliert.

 

Q: Wir sind seit über einem Jahr Opfer einer negative SEO Attacke und verbringen viel Zeit damit, Links zu kontrollieren. Kann ich mir die ganzen NoFollow Links sparen?

A: NoFollow kannst du außen vorlassen. Wegen denen bekommst du keine manuelle Strafe. Wenn die anderen Spamseiten schon lange offline sind musst du dir auch nicht unbedingt Sorgen machen. Prüfe, welche von denen eine Serverresponse haben.

Anmerkung von uns: dies ist ein gutes Beispiel für die geteilte Meinung der SEO Branche bzgl. NoFollow Links. Auf Basis unserer Forschungsergebnisse zu NoFollow Links haben wir bereits seit 2014 deshalb in Link Detox die Möglichkeit eingebaut, dass der Benutzer selbst entscheiden kann, ob er NoFollow Links als riskant ansieht.

Unserer Meinung nach kommt es nämlich hierbei sehr wohl auf die Umstände und die „Spamming Intention“ an, so dass es sich in vielen Fällen, vor allem auch nach dem Google Pinguin 4.0 Update, lohnt die NoFollow Links auch zu analyiseren und zu disavowen.

 

Q: Ich betreue seit einiger Zeit ein Sportwetten-Vergleichsportal mit einer Penalty, die ich nicht wegbekomme. Die Links, die wir bekommen, stammen zwar von grenzwertigen Seiten, ich kann die Qualität aber nicht genau bewerten. Es sind insgesamt 20.000 Backlinks und etwa 700 Hosts. Ich habe schon 3 Reconsideration Requests eingereicht und die Penalty wurde noch nicht aufgehoben.

A: Das ist ein äußerst ungünstiges Szenario. Nach jedem gescheiterten Reconsideration Request muss man sich umso mehr anstrengen. In dieser Branche gibt es kaum richtig gute Backlinks. Wahrscheinlich hat der Kunde in der Vergangenheit auch schlechte Links aufgebaut. Schau dir die Ankertexte an und disavowe alles, was nicht navigational ist. Ehrlich gesagt würde ich dem Kunden aber sagen, wenn es ihm nicht direkt um die Marke geht: Domain aufgeben und neue Domain aufsetzen.

 

Q: Zu Content-Marketing: Ich höre immer den Spruch: Wir machen kein Linkbuilding, sondern Seeding. Bekommst du mit, dass aus diesen Gründen die Penalties wieder ansteigen?

A: Wir machen für unsere Brand überhaupt kein Linkbuilding, sondern versuchen, Outreach zu machen, indem wir unsere Erfahrungen an UserInnen weitergeben. Das heißt wir schreiben viele Beiträge aus Konferenzen oder technische Beiträge. Das publizieren wir dann nicht auf unserem eigenen Blog, sondern auf Blogs, die in der Branche bekannt sind und tragen damit zu unserer Sichtbarkeit bei. Es geht um Präsenz als Autorität.

Anmerkung von uns: das bedeutet natürlich auch, dass man als Autorität für seine Gastbeiträge dann entsprechend verlinkt wird, entweder direkt aus den Artikeln oder von anderen Quellen, die unsere Beiträge wieder korrekt zitieren.

 

Next Experts Academy: Offpage Pur und LRT Associate Trainings

Ich habe an den zwei Vortagen der Konferenzen auch Schulungen mit dem Titel „Offpage Pur“ und „LRT Associate“ im malerischen Schloss Leopolskorn abgehalten.

Schloss Leopolskron

Die Location ist der Originaldrehplatz von „Sound of Music“.

Schloss Leopolskron

Schloss Leopolskron

Dabei war es sehr spannend eine Mischung aus Newcomern – die „ins Link Marketing einsteigen“ und erfahreneren SEOs – die „wieder ins Link Building einsteigen“ in den Kursen zu haben.

Tatsächlich ist Agenturseitig wohl sehr deutlich das verstärkte Interesse an Linkbuilding zu spüren, so dass auch erwähnt wurde konkret noch mehr Personal für das Linkbuilding einzustellen und die Teams zu vergrößern.

An beiden Tagen habe ich mich über extrem interessierte und aktiv mitarbeitende Teilnehmer gefreut.

Ein paar Themen, die wir die zwei Tage durchgenommen hatten waren

  • Links für SEO verstehen
  • Google Penalties: Wo kommen die Penalties her und wie vermeide ich sie?
  • SEO Konkurrenzanalyse: Markt und Möglichkeiten ausloten um zu verstehen „was geht“
  • Vorstellung und Anwendung von Konkurrenzanalysetools der LinkResearchTools, Impactana, Searchmetrics, SEMrush und anderen.
  • „Outreach“ – wie komm ich zu meinen „Influencern“?, Optimierung der Ansprache zur Konversion, Methoden und Tools zur Kontaktrecherche und Abwicklung des wohl mühsamsten Vorganges im Onlinemarketing
  • Sehr viele Fallbeispiele von Teilnehmern analysiert und besprochen
  • Redirects, Rel-Canonicals und mehr, was Offpage und Onpage Rankings beeinflusst.
  • Negative SEO - aktuelle Gefahren und deren Erkennung und Vermeidung

Zur Info: die nächste Schulung mit mir dieser Art wird es vor der SMX München 2017 geben.

 

Ranking Without Links is really, really hard = Ranking ohne Links ist echt ur schwer

Nachdem Google die Links ja gerade im Jahr 2016 mehrfach als wichtigsten Rankingfaktor bestätigt haben wir die Aussage „Ranking Without Links is really, really hard“ vom 13.10. von Gary Illyes, die am 11.11. nochmal mit „External Links of course“ bestätigt wurde auf unser Rollup und 301 T-Shirts gedruckt – einen Teil davon auf Österreichisch als „Ranking ohne Links ist echt ur schwer“.

Die Shirts waren sehr beliebt bei den Teilnehmern und die ersten 200 waren schon auf der OMX weg.

 

Ranking Ohne Links ist echt ur schwer

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Aber dass wir damit auch in der „SEO Weltpresse“ Search Engine Roundtable einen eigene Beitrag schon am Morgen der SEOkomm bekommen haben, hat uns dann doch überrascht.

 

 

Auch Gary Illyes wird sich über das T-Shirt, dass wir John Müller mitgegeben haben hoffentlich sehr freuen.

Networking Parties auf der OMX und SEOkomm

Wie jedes Jahr gab es nach der OMX und der SEOkomm Networking Parties. Und was für Parties!

Die SEOkomm Afterparty war dieses Jahr wieder im Schloss Kleissheim, feudal wie letztes Jahr.

Christoph C. Cemper

Besonders hervorzuheben ist dieses Jahr neben einem absolut stimmungsmachenden Sänger

Grooves #seokomm2016 #seokomm

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Auch der „OMX SEOkomm Song“ von Richard Stinauer war ein Hammer.

Waunst amoi no so ham kumst... #seokomm #seokomm2016

A video posted by Christoph Cemper (@christophcemper) on



Irgendwo hatte ich noch den Text. Ah, da ist er ja.

 

Fazit

Die OMX, SEOkomm aber eigentlich die gesamte Veranstaltungswoche von der Ankunft am Montag Abend bis zur Abreise am Samstag war ein Hammer. Die Organisation war perfekt und es hat uns an nichts gefehlt. Es ist unglaublich, wie das Team Oliver, Uschi und Judith den Event jedes Jahr noch besser machen können.

Die Besucherrekorde sprechen für die Qualität der sieben Veranstaltungsjahre bisher.

Die Begeisterung der Teilnehmer für die Veranstaltung war spürbar.

Ich bin stolz dabei gewesen zu sein – genau so wie die Jahre zuvor.

Besonders stolz bin ich aber auf mein LRT Team, das bei den Vorbereitungen in den Wochen davor, dem Ausstellerstand auf den Konferenzen selbst, aber auch der massiven Berichterstattung während und eben nachdem mit diesem episch großen Recap massiv mitgeholfen hat. Vor allem Makeljana, Tina, Veronika, Daniela, Clemens und David haben einen aus meiner Sicht sehr tollen Auftritt möglich gemacht. Ich hoffe, es hat gefallen.

Das LRT Team am Stand der OMX und SEOkomm 2016

Besonderer Dank gilt Veronika, die hier Samstag bis in die Nacht alles noch gepublished hat!
Das nenn ich Deliver WOWs. Thank you so much!

 

BONUS: Die Recap Liste

Diese Liste wird laufend ergänzt - wenn Ihr da zu uns linkt, aber selbst fehlen solltet, dann schreibt uns bitte und wir pflegen eure Recaps natürlich nach.

OMX

SEOkomm 

PS: Social Images mit geilen Zitaten, die Ihr oben seht, gab es jede Menge mehr, die wir alle in unserem LRT Instagram Konto und auch meinem persönlichen haben - die Verwendung unserer Zitatbilder steht jedem ungefragt und lizenzfrei zu. GO.

PPS: Hier noch eine tolle Schulung zum Thema Linkbuilding von Mario Jung.

Christoph C. Cemper
Christoph C. Cemper ist der Geschäftsführer und Gründer der LinkResearchTools und Link Detox. Er ist ein bekannter und ausgezeichneter Experte in SEO, der 2003 mit Linkbuilding für seine Kunden begann, 2006 die LinkResearchTools entwickelte und diese seit 2009 als SaaS-Produkt vermarktet. Als das berühmte Google Pinguin Update dann 2012 die Regeln im SEO wieder veränderte, wurde Link Detox als Software zum Finden von schlechten Links und Ursachen für Google Abstrafungen veröffentlicht. Christoph hat bereits 2011 erstmals den Prozess des „Linkrisikomanagements“ vorgestellt. Im Jahr 2015 hat Christoph mit Impactana eine neue „Content Marketing Intelligence“ eingeführt, die als SaaS-Produkt den Erfolg von Content weit über den „social buzz“ hinaus misst und Content, Videos und Menschen findet, die Impact bewirken.
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